Schwimmbrillen • Schwimmen
183Schwimmbrillen schützen die Augen beim Kraulen, Delfin- oder Bruststil vor Wasser und Chlor und sorgen unter Wasser für klare Sicht. Sie eignen sich für Training, Wettkampf und Freizeitschwimmen im Hallenbad, Freibad oder See. Wichtige Unterschiede liegen in Dichtungsmaterial, Scheibenform und Passform.
Die häufigsten Fragen zu Schwimmbrillen
Für Einsteiger eignet sich eine Schwimmbrille mit breiter Silikondichtung und einfach verstellbarem Riemen. Sie sitzt komfortabler als enge Wettkampfmodelle und toleriert kleine Anpassungsfehler beim Aufsetzen.
Die Dichtung soll locker auf der Haut aufliegen, ohne dass der Riemen stark gespannt werden muss. Ein leichter Unterdruck beim Andrücken ohne Riemen zeigt, dass die Größe passt.
Antifog bezeichnet eine Beschichtung auf der Innenseite der Scheiben, die das Beschlagen durch Kondenswasser reduziert. Sie nutzt sich mit der Zeit ab und sollte nicht mit den Fingern berührt werden.
Für das Freibad sind getönte oder verspiegelte Scheiben besser geeignet, da sie einfallendes Sonnenlicht dämpfen. Klare Scheiben liefern im Hallenbad mit künstlichem Licht mehr Kontrast.
Ja, einige Modelle sind mit optischen Korrekturgläsern in festen Dioptrienstufen erhältlich. Sie ersetzen beim Schwimmen eine reguläre Brille, lassen sich aber nicht individuell nachschleifen.
Für Freiwasserschwimmen eignet sich eine Schwimmbrille mit größerer Scheibe und weitem Sichtfeld. Sie erleichtert die Orientierung an Bojen und der Küstenlinie gegenüber engen Wettkampfmodellen.
Schwimmbrillen für Training, Wettkampf und Freizeit
Die Wahl der passenden Schwimmbrille hängt vom Einsatzbereich ab. Für regelmäßiges Bahnenschwimmen im Training zählen Dichtigkeit und Tragekomfort über lange Zeiträume mehr als das Gewicht. Für den Wettkampf setzen viele Athleten auf strömungsgünstige, kleine Modelle mit geringem Wasserwiderstand. Freizeitschwimmer im Freibad oder See profitieren von größeren Scheiben mit weitem Sichtfeld und UV-Schutz, da hier auch Sonnenlicht auf der Wasseroberfläche blendet. Kinder benötigen kleinere Rahmen und weichere Dichtungen, da ihre Gesichtsform von der Erwachsener abweicht. Speedo, Arena, Zoggs und Nike bieten dafür eigene Kinderlinien mit angepasster Passform an.
Materialien und Konstruktion
Die Materialwahl bestimmt Dichtigkeit, Haltbarkeit und Tragegefühl der Schwimmbrille. Die Scheiben bestehen üblicherweise aus bruchsicherem Polycarbonat, das leicht ist und Stöße abfängt. Der Dichtungsrand aus Silikon passt sich der Augenhöhle an und verhindert das Eindringen von Wasser, während Latex seltener eingesetzt wird, da es weniger langlebig ist. Viele Modelle sind zusätzlich mit einer Antifog-Beschichtung ausgestattet, die das Beschlagen der Scheiben von innen reduziert. Verspiegelte oder getönte Scheiben dämpfen einfallendes Licht und eignen sich deshalb besonders für Freibad und See, während klare Scheiben in Hallenbädern mit künstlichem Licht mehr Kontrast liefern.
Passform, Größe und Sehstärke richtig wählen
Die Passform entscheidet darüber, ob eine Schwimmbrille dicht hält und keinen Druck verursacht. Sitzt die Dichtung locker auf der Haut auf, ohne dass der Riemen stark gespannt werden muss, ist die Größe passend gewählt. Wenn du empfindliche Augenpartien hast, bietet eine Schwimmbrille mit breiterer Silikondichtung mehr Komfort als ein schmaler Wettkampfrahmen. Wenn du eine Sehschwäche hast, gibt es Modelle mit optischen Korrekturgläsern in festen Dioptrienstufen, die eine reguläre Brille beim Schwimmen ersetzen. Für Freiwasserschwimmen sind Schwimmbrillen mit größerem Sichtfeld sinnvoll, da die Orientierung an Bojen oder der Küstenlinie wichtiger ist als bei kurzen Bahnen im Becken.
Bei der Auswahl helfen diese Kriterien:
Enges Wettkampfmodell für geringen Wasserwiderstand und kurze Bahnen im Training
Weitwinkelmodell mit größerer Scheibe für Freiwasser, Freibad und ein breiteres Sichtfeld
Pflege für lange Haltbarkeit
Schwimmbrillen halten länger, wenn sie richtig gepflegt werden:
Nach jedem Gebrauch mit klarem Wasser ausspülen, um Chlor- und Salzreste zu entfernen
An der Luft trocknen und nicht direkter Sonneneinstrahlung aussetzen, da UV-Licht Silikon und Beschichtungen spröde macht
Die Innenseite der Scheiben nicht mit den Fingern berühren, da dies die Antifog-Beschichtung abträgt
Fazit
Die passende Schwimmbrille richtet sich nach Einsatzbereich, Passform und Lichtverhältnissen am Wasser. Wer diese drei Punkte vor dem Kauf klärt, findet zwischen Wettkampf-, Freizeit- und Sehstärke-Modellen von Marken wie Speedo, Arena, Zoggs und Nike die Ausführung, die zu den eigenen Trainingsgewohnheiten passt.






