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Rucksack packen: Das darf auf keiner Mehrtagestour fehlen!

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So ein bisschen Restrisiko ist immer dabei, wenn man die Autotür zumacht, sich den Rucksack schnappt und erwartungsvoll dem ersten Gipfel der geplanten Tour entgegenblickt. Hat man beim Packen wirklich nichts vergessen oder wird man nach den ersten paar Höhenmetern zusammenbrechen, weil man der Meinung war, dass das Silberbesteck im Rucksack nötig ist, um auf einer längeren Wanderung zu überleben. Der Titel verrät es schon. Es geht um die Frage, was du beim Packen für eine Mehrtagestour nicht vergessen solltest, ohne dabei deinen Rücken zu überfordern. Mehr mitnehmen geht natürlich immer. Aber es gibt eben bestimmte Gegenstände, die du beim Packen deiner Rucksäcke auf keiner deiner Mehrtagestouren missen möchtest. Und welche das sind, zeigen wir dir mit unseren Tipps in diesem Blogbeitrag!

Folgende Situation: Du hast mit deinen Freunden eine sommerliche Hüttentour geplant – keine Kletterpassagen, auf denen du dich sichern müsstest, einfach nur Spaß! Warum ist gerade das wichtig? Jeder gestaltet seine Trips anders, egal ob Mehrtagestour mit Kletterpassagen, wofür noch Helm und Klettersteigset gebraucht werden oder eine winterliche Skitour über mehrere Tage. Wir wollen dich mit diesem kurzen Abschnitt nur darauf aufmerksam machen, dass es keine universelle Packliste für jeden gibt. Ob das jetzt die Wanderstöcke sind, die mit müssen oder aber die Glücksmuschel aus dem letzten Urlaub.

Welcher Rucksack ist der richtige für eine Mehrtagestour?

Bevor wir uns allerdings mit der Frage beschäftigen, was du alles in deinen Rucksack steckst, solltest du dir sicher sein, dass du den richtigen Rucksack beiseitegelegt hast. Grundsätzlich kannst du Rucksäcke in die Kategorien: Daypack 1-2 Tage, Mehrtages-/ Trekkingrucksäcke (3-5 Tage) und „lange Reisen“-Rucksäcke (6 + Tage) unterteilen. Es gibt natürlich noch durchaus genauere Einteilungen aber die werden in einem Blogbeitrag besprochen, der sich ausschließlich mit den unterschiedlichen Rucksacktypen befassen wird.

Grundsätzlich werden Rucksackgrößen in Litern angegeben und beschreiben damit das Füllvolumen. Für unser geplantes Abenteuer brauchen wir einen Mehrtages – oder auch Trekkingrucksack. Es wird also ein Rucksack benötigt, der die Kapazität hat, das Nötigste für 3-5 Tage zu fassen. Für diesen Bereich ist ein Volumen von 50 – 70 Litern optimal. 20 Liter Spielraum sind eine Menge Platz und ist quasi die Konsequenz aus den Möglichkeiten, die sich uns bieten, eine Tour selbst zu gestalten. Jeder Rucksack ist anders deswegen gibt es auch kein richtig oder falsch. Jeder Rucksack bietet mehr oder weniger Features, um Bedürfnisse zu erfüllen. In unserem Beispiel gehen wir davon aus, dass du auf unterschiedlichen Hütten schlafen wirst. Du brauchst also kein Zelt oder Kochgeschirr zum Packen beiseitelegen.

Trekkingrucksack richtig packen: Was muss mit?

Um das Ganze ein wenig strukturierter zu gestalten, haben wir die nun folgende Packliste in kleine Kategorien unterteilt. Zudem kannst du dich bereits vorab informieren, ob es beispielsweise auf deiner Tour die Möglichkeit gibt, Klamotten per Hand zu waschen – das kann einiges an Gewicht sparen, wenn man seine durchgeschwitzten Klamotten einmal kurz ausspült und in den abendlichen Sonnenuntergang hängt. Weniger Gepäck im Rucksack schont schließlich auch deinen Rücken. Hier kommen unsere Tipps:

Bekleidung/ Wäsche:

Hier unsere Tipps, was du sonst noch in den Rucksack packen könntest:

  • Badehose/Bikini (wenn Bergseen auf der Route liegen, lohnt es sich, eine Badehose oder einen Bikini im Rucksack zu haben)
  • Trekkingsandalen (wer noch Platz im Rucksack hat und nicht direkt zusammenbricht, wird sich freuen, auf bequemeres Schuhwerk zurückgreifen zu können)
  • Wäschesack (wer nach zwei Tagen die getragenen Wandersocken aus dem Rucksack zieht, wird sich wünschen einen kleinen Wäschesack dabeigehabt zu haben)
Verpflegung:

Wer plant, eine mehrtägige Hüttentour zu machen, sollte sich vorab informieren, inwieweit für Speis und Trank gesorgt ist! Für unser Beispiel gehen wir davon aus, dass dich am Nachmittag mindestens ein kühles Bier und eine leckere Mahlzeit sowie ein gutes Frühstück am nächsten Morgen erwartet. Bist du stattdessen mit dem Zelt unterwegs oder willst mittags nicht auf eine warme Mahlzeit verzichten, dann brauchst du neben einen Campingkocher, Pfanne, Geschirr auch noch Zutaten zum Kochen. Hier sind unsere Tipps für unterwegs:

  • Snacks (TrockenfrĂĽchte, NĂĽsse & Riegel eignen sich hervorragend, um die Energiereserven tagsĂĽber aufzuladen. Wie viel du letzten Endes brauchst, kannst nur du wissen)
  • Trinkflasche/Trinksystem (informiert euch, ob es Quellen oder andere Möglichkeiten unterwegs gibt, wo ihr eure Trinkvorräte wieder auffĂĽllen könnt)

Hygiene & Gesundheit:
  • Handtuch
  • Sonnencreme
  • Sonnenbrille
  • Erste-Hilfe-Set
  • Reiseapotheke (Blasenpflaster, Tape, Pflaster, Nähzeug, Desinfektionsmittel, benötigte Medikamente, etc.)
  • TaschentĂĽcher/Toilettenpapier
  • ZahnbĂĽrste und -creme
  • Seife
  • Lippenpflege
Sonstiges:
  • HĂĽttenschlafsack (informiert euch vorab, wie eure HĂĽtten ausgestattet sind und ob ein HĂĽttenschlafsack, etc. nötig ist)
  • Kartenmaterial/GPS-Gerät/Kompass (auch wenn ein Handy immer griffbereit scheint, nĂĽtzt es keinem etwas, wenn der Akku leer ist. Wer clever ist, druckt sich Abzweigungen oder einen Plan aus und steckt ihn in einer HĂĽlle in den Rucksack)
  • Stirnlampe
  • Handy
  • Aufladekabel, Akkus, Batterien
  • Bargeld (auf 4000 Metern kann es schon vorkommen, dass der Kartenleser fĂĽr die goldene Kreditkarte keinen Empfang hat!)
  • RegenhĂĽlle fĂĽr den Rucksack
  • Fotoapparat
  • Taschenmesser/Multitool

Optional:

  • Wanderstöcke (gerade wer mehrere Tage unterwegs ist, kann sich freuen bei längeren bergab Passagen, die Knie zu entlasten)

All das sind Gegenstände, an die du zumindest denken solltest, wenn du deinen Rucksack packen willst. Deine persönliche Packliste kann davon abgesehen ganz anders aussehen. Es mag das es das ein oder andere geben wird, was du zuhause lassen willst und das ist völlig in Ordnung, wenn es die Umstände zulassen. Nun, da du all deine Klamotten und Gegenstände auf einen großen Haufen geschmissen oder im Rucksack verteilt hast, solltest du dich zumindest noch einmal damit beschäftigen, wie du diesen eigentlich richtig packen musst. Denn, wer jetzt alles wahllos verteilt, trägt gefühlt einen größeren Rucksack auf dem Rücken. Mindestens genauso wichtig ist die Frage über die richtige Position des Rucksacks am Körper und wie du den Inhalt anordnest. Wir hoffen, dir hat der Beitrag und die Packliste gefallen. Solltest du noch weitere Fragen haben, schau bei uns vorbei oder wenn wir noch keine Antwort parat haben, schreib uns direkt an.

 

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