INTERSPORT Blog | Johannes Stühlinger | Lesezeit: 7 Minuten

48 Stunden in Zauchensee

Große Winterbühne für kleine Pistenflöhe. Wenn die kleine noch nicht Skifahren kann, der Große aber schon, kann der Skiurlaub zum Kraftakt werden. Es sei denn, man ist in der Zauchenseer Wunderwelt für Winterwuzzis unterwegs.

Inhaltsverzeichnis

Eines haben wir uns diesmal vorab versprochen: Unserer Kleinen bringen wir das Skifahren nicht selber bei! Bei Max, dem Älteren, waren wir noch übermotiviert – ist doch Elternsache! Resultat: Wir hätten nach der Woche in Schladming noch eine Woche Nervenkorsettglättung gebraucht. Wenigstens! Somit ist diesen Winter klar: Der kleinen Hannah werden professionelle Skilehrerinnen und -lehrer Pizza und Bogerl beibringen. So weit, so gut. Allein, beim Einchecken im Familienhotel Zauchenseehof im Herzen des idyllischen Orts hilft uns das jetzt auch nicht weiter.

Das Skigebiet Zauchensee

TAG 1, 14 UHR Hungeeeeeer!

Gut. Mit zwei Stunden haben wir uns ein bisserl verschätzt. Dreieinhalb Stunden waren es von Graz nach Zauchensee am Ende. Dementsprechend hungrig sind unsere beiden Zwerge inzwischen. Soundteppich: ohrenbetäubend! Aber die Stoßgebete werden erhört: Als wir in das Hotel Zauchenseehof reinwollen, spaziert prompt Michael Walchhofer raus. Und freilich haben wir schon vorher erzählt, dass dieses Hotel der Familie des Olympiasiegers gehört. Jetzt macht der ehemalige Skistar mit dem vor Staunen verstummten achtjährigen Max gleich eine ganze Fotoserie, während die vier Jahre jüngere Schwester nur ganz verwundert fragt: „Warum?“ Jedenfalls aber bekommen wir vom Local Superhero gleich mehrere Tipps für ein schnelles Mittagessen mit auf den Weg.

15 UHR Ein Pfandl und viele „Warum?“

Zum Glück sind Hotel und Zauchensee-Zentrum quasi Nachbarn. Und so ist der Weg vom Hotel zur Garnhofhütte selbst mit zwei sehr hungrigen Kindern in ein paar Minuten machbar. Jetzt gibt’s also endlich das Pfandl, für das die urige Hütte berühmt ist. Völlig zu Recht offensichtlich – die Familienportion ist in gefühlten drei Sekunden verputzt. Schon rufen Max und Hannah im Chor: „Gehen wir jetzt endlich Mond schauen?!?“ Tatsächlich haben wir den beiden vom Mondweg erzählt, der von der Garnhofhütte ausgehend um den Zauchensee führt. Also: Ab in den Zauchwald und alle paar Meter stehen bleiben. Denn: Die Infotafeln, die den wunderschönen Winterwanderweg säumen, sind zwar alle kindgerecht gestaltet. Erklären muss man die Sache mit den Mondphasen aber doch mehrfach. Und warum der Mensch auf den Mond reagiert. Und warum die Natur auch. Wir fragen uns bloß noch: Warum steckt Hannah ausgerechnet jetzt in einer extremen Warum-Phase?

18.30 UHR Wellness-Glück dank Handy-App

Wir haben es nicht nur rechtzeitig in die herrliche Wellnessoase des Hotels geschafft, sondern auch zwei supermüde Kinder ins Traumland verfrachtet. Dank Babyphone-App (ja, wir haben das Smartphone heimlich in den Wellnessbereich geschmuggelt) können wir nun sogar noch relaxen. Juhuuu!

TAG 2, 6.30 UHR Frühe Tagwache

Der große Vorteil, wenn Kinder dabei sind: Man hat mehr vom Tag! Also sind wir die Ersten beim Frühstück und dann auch bei der zum Hotel gehörigen Kinderskischule. Die betreibt übrigens Michael Walchhofers Bruder Peter, was Max wiederum sehr fasziniert. Dort bleibt aber Hannah – weil: Ihr erster Skischultag steht an! Und da sie unbedingt endlich mit ihrem Bruder Pisten runterpflügen will, ist die kleine Maus auch leicht zum Dableiben zu bewegen.

9 UHR Von Pisten und Ripperl-Pommes

Ein Mitgrund, warum wir uns für dieses Wochenende nach Zauchensee vertschüsst haben, ist die Pistensituation: Hier wird jede sportliche Abfahrt immer auch von einer blauen, einfachen Piste gesäumt. Und so wechseln wir uns ab, wer mit Max auf gemütlich macht und wer allein fesch runterfetzt. Bevor wir am frühen Mittag dann im Adlerhorst landen, noch ein kurzer Call bei Peter Walchhofer. „Hannah will mit den anderen mittagessen“, sagt er bloß. Also freuen wir uns über feine Ripperl, die laut Max fast so gut schmecken wie Pommes.

13.30 UHR Eine echte Rossnatur

„Sie hat sogar schon echte Bogerl gemacht!“, sagt Peter Walchhofer ziemlich beeindruckt über unsere Ski-Tochter. Vor allem aber hat sie jetzt mindestens 394 neue Freunde und ist nur loszueisen, weil wir ihr eine Kutschenfahrt versprechen. Also: ab in den Skibus, der uns in den Nachbarort Altenmarkt schupft. Dort wartet schon Robert Herzgsell mit seinem Gespann. Zwei Rösser, beide entspannt zahm. Er: redselig und fröhlich. Von romantischen Heiratsanträgen, die diese Kutsche schon erlebt hat, berichtet er. Und von Sabine Huber, in deren Greißlerei wir jetzt bitte Abend essen gehen müssen.

16.55 UHR Ruckizucki retour

Der Kulinarik-Tipp war zwar ganz wunderbar, aber jetzt müssen wir ganz schön laufen, um den letzten Skibus zum Hotel um 17 Uhr noch zu erwischen. Dafür haben wir eines geschafft: Die Kids sind wieder hundemüde, und wir können uns noch ein wenig Zweisamkeit gönnen. Warum ich plötzlich begeistert am Nagelstock stehe, weiß ich aber auch nicht so recht.

TAG 3, 7.30 UHR Ab auf die Rodel

Wahnsinn! Die beiden Winterwuzzis haben so lange geschlafen wie noch nie. Trotzdem bleibt genug Zeit, um nach dem Frühstück die Überraschung perfekt zu machen: Wir fahren zwar Richtung „nach Hause“ los, bleiben aber in Altenmarkt bei der Naturrodelbahn Hochnössleralm stehen. Nach einem gut eineinhalbstündigen Spaziergang sind wir auch schon oben. Jetzt wollen Max und Hannah erst einmal die Ziegen streicheln, die bei Bifei’s Hütt’n neugierig herumstapfen. Wir nehmen noch einen Tee, und dann geht’s mit geborgten Rodeln Richtung Tal. „Papa! Mama! Noch einmal! Noch einmal!“ Ja. Wir gehen noch einmal hoch. Ja. Wir fahren noch einmal runter. Doch nun klettern wir alle geschafft ins Auto, um Richtung Heimat zu rollen. Und heute werden wir wohl alle vier ähnlich früh und ähnlich müde ins Bett fallen, um vom nächsten Zauchensee-Wochenende zu träumen.

Tourismus in Zauchensee

Die Anreise:

Pkw: auf der Tauernautobahn A 10 beim Knoten Ennstal (Exit 63 – Graz/Altenmarkt) abfahren und Richtung Altenmarkt fahren. Nach 15 Minuten ist man am Ziel.

Öffentlich: am besten mit der Bahn bis Radstadt. Von dort mit dem Regionalbus oder den lokalen Shuttle- und Taxiunternehmen weiter nach Zauchensee (ca. 15 Kilometer).

Hotels und Appartments:

Hotel Zauchenseehof
Das Hotel der Familie Walchhofer ist das ideale Basislager für Familien. Kinderbetreuung und Skischule im Haus! www.zauchenseehof.com

Hotel Alpenrose
Dass sich Kinder und Wellness ergänzen, wird hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt! www.hotel-alpenrose.at

Restaurants:

Garnhofhütte
Herrliche Pfandl und andere erdige Gerichte, die man wunderbar miteinander teilen kann.www.garnhofhuette.at

Lausbua
Wer richtig feine Steaks genießen möchte – hier wird auf der Stelle und herzhaft geholfen! www.lausbua.info

Greißlerin
Hier kocht Sabine Huber jeden Tag ein anderes Menü und serviert es an einem Gemeinschaftstisch. info@glonerbauer.at

Wellness:

Erlebnis-Therme Amadé
Entspannung für die Eltern, Spaß und Action für die Kids – ein unvergessliches Wellness-Erlebnis für alle! www.thermeamade.at

Tourismusverband Zauchensee

Der Tourismusverand Altenmarkt-Zauchensee hilft jederzeit weiter:
Adresse: Sportplatzstraße 6, 5541 Altenmarkt
Tel.: +43/6452/55 11
Mail: info@altenmarkt-zauchensee.at

Intersport Skiverleih in Altenmarkt-Zauchensee

Direkt neben der Talstation kannst du dir deine Ski und das nötige Zubehör für einen Tag auf der Piste ausleihen.
Adresse: Zauchensee 28, 5541 Altenmarkt
Tel.: +43 6452 300 62
Mail: info@intersport-schneider.at
Webseite: www.intersportrent.at
Öffnungszeiten Winter:
24.12.2021 bis 11.04.2022
Montag - Freitag
08:30 - 16:00
Samstag, Sonntag
8:30 - 16:00

Intersport Schneider – Renate Schneider

Es gibt zwei ganz großartige Pisten, auf denen sich die Kinder austoben können – und beide sind direkt von der Talstation Zauchensee erreichbar. Also: einfach mit der Tauernkarbahn hochfahren und dann beim Ausstieg einfach der blauen Pistenmarkierung folgen. Das ist eine wunderbare Abfahrt für Kids. Ganz gleich klappt das mit der Gamskogelbahn hochfahren und den blauen Pfeilen nachfahren. Auf beiden Abfahrten warten Skiparks für jedes Alter. Sonst: Einfach bei uns im Geschäft nachfragen, wir helfen gern!

Fakten über Zauchensee:

  • Insgesamt 860 Pistenkilometer, die auf fünf Skiregionen aufgeteilt sind, kann man Zauchensee aus erreichen.
  • Genau 47 bestens präparierte und beschilderte Winterwanderwege laden zu gemütlichen und romantischen Spaziergängen durch die Natur ein.
  • 300 Quadratmeter ist die Eisfläche groß, die unter freiem Himmel lockt.
  • 24 Pistenkilometer sind direkt in Zauchensee blau markiert und für Kinder somit ideal.

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