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Zelt aufbauen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Egal ob Festival, beim Bikepacking oder auf dem Campingplatz, mit einem Zelt im Rucksack hast du deine vier Wände immer griffbereit. Ein wenig Übung braucht es hingegen beim Zeltaufbau. Denn nur, wenn das Zelt fachgerecht aufgestellt wurde, kann es dic

Egal ob Festival, beim Bikepacking oder auf dem Campingplatz, mit einem Zelt im Rucksack hast du deine vier Wände immer griffbereit. Ein wenig Übung braucht es hingegen beim Zeltaufbau. Denn nur, wenn das Zelt fachgerecht aufgestellt wurde, kann es dich vor Wind, Regen oder verschüttetem Bier retten. Schauen wir uns an, welche Schritte du beim Aufbau eines Zeltes beachten musst.

Was du zum Zeltaufbau brauchst

Auch wenn du ein Zelt meist ohne Hilfsmittel aufbauen kannst, ist es nicht verkehrt, ein paar Hilfsmittel und Tricks in der Hinterhand zu haben – Indiana Jones wäre stolz auf uns: 

  • Hammer: Zeltheringe lassen sich mit den Händen und Füßen wunderbar in die Wiese stecken. Bei verwurzelten Waldböden oder steinigen Untergründen kann dies jedoch zum Akt der Selbstbeherrschung werden.

  • Bodenplane: Schützt den eigentlichen Zeltboden vor Beschädigungen.

  • Ersatzschnüre zum Abspannen.

  • Ersatzheringe: Besser mehr als einen zu viel verloren.

  • Heringe für alternative Untergründe (Sand, Gestein, etc.).

  • Feuerzeug, um das Ende eines zerfransten Abspannseiles anzusengen, bevor sich dieses ganz auflöst.

Das Zelt alleine aufbauen?

Geht schon, macht aber weniger Spaß. Gerade Ein- oder Zwei-Personenzelte lassen sich meist unkompliziert alleine aufbauen. Doch auch hier kann ein zweites Paar Hände helfen. Gerade wenn es windet und man Gefahr läuft samt Zelt wie ein Drache in den Himmel zu steigen.

Bei größeren Zelten, die ein massives Gestänge verbaut haben, ist eine weitere Person von Vorteil, um es Stück für Stück auf die gewünschte Höhe zu hieven.

Kann ich mein Zelt überall aufbauen? So findest du den richtigen Platz

Noch bevor der erste Hammerschlag getan ist, beginnt der Zeltaufbau. Um eine möglichst angenehme Nacht zu haben, solltest du bei der Wahl deines Schlafplatzes auf ein paar Dinge achten:

  • Nasse Füße vermeiden: Errichte dein Zelt auf einer kleinen Erhöhung oder Kuppe. So kannst du dir sicher sein, dass du bei Regen keine nassen Füße bekommst. Das Letzte, was man bei Regen machen will, ist das gerade aufgestellte Zelt neu platzieren zu müssen, weil es versehentlich in einer Senke steht.

  • Umsturzgefahr: Wähle deinen Platz so, dass du natürliche Geländekanten und/oder die Vegetation zu deinem Schutz vor Wind und Wetter nutzt. Sollten sich allerdings starke Winde ankündigen, wähle auf jeden Fall einen Platz ohne Bäume, damit dich herunterfallende Äste nicht aus dem Schlaf reißen.

  • Windbreaker: Sobald du einen geeigneten Platz für dein Zelt gefunden hast, bleibt die Frage, in welche Richtung du es ausrichtest. Platziere dein Zelt immer so, dass der Eingang zur Wind abgewandten – also gegensätzlichen – Seite zeigt. Meist ist der Eingangsbereich eines Zelts am größten und bietet so die meiste Angriffsfläche. Je nach Zeltform (Tunnelzelt, Kuppelzelt, etc.) gibt es bestimmte Zeltformen, die bei richtiger Ausrichtung sehr starken Winden standhalten können.

  • Heringssalat: Um nicht jeden zweiten Hering wieder gefrustet aus dem Boden ziehen zu müssen, solltest du bei deiner Wahl auch die Bodenbeschaffenheit deines Zeltplatzes mitbedenken. Gerade in Ländern wie Schweden oder Norwegen kann einem die Suche nach einem geeigneten Platz, wo ein Hering ohne zu verbiegen in den Boden geschlagen werden kann, schon einmal zur Weißglut bringen.

Mit oder ohne Bodenplane, das ist hier die Frage

Wer seinen Trip mit wenig Gewicht plant und die meiste Zeit das gesamte Reisegewicht auf den Schultern trägt, wird für eine zusätzliche Bodenplane womöglich keinen Platz im Wanderrucksack finden. Der Einsatz einer solchen Plane beim Zelten kann dennoch von Vorteil sein.

Bei einer solchen Bodenplane handelt es sich um eine zusätzliche Schutzschicht, die es in unterschiedlichen Stärken gibt und die unter dem Zelt ausgebreitet werden kann. Selbst wenn du deinen Zeltplatz gründlich abgesucht hast und augenscheinlich keine Dornen oder spitzen Stöcker dein Zelt durchlöchern können, besteht noch immer die Gefahr, dass sich ein scharfkantiger Stein hinter dem nächsten Grashalm verbirgt. Die Plane schützt in dem Fall den eigentlichen Zeltboden und bewahrt ihn vor Löchern, wodurch Wasser eindringen könnte. Zudem wird lediglich die Plane und nicht das Zelt dreckig.

Tipps zum Zeltaufbau: Die Anleitung

Je nach Modell und Marke kann sich der Aufbau eines Zeltes unterscheiden. Dennoch gibt es meist wiederkehrende Schritte, die wir dir mit dieser Aufbauanleitung näherbringen möchten:

  1. Kontrolliere deinen Zeltplatz auf Dornen, spitze Äste oder Steine.

  2. Lege dir alle Hilfsmittel zur Seite und stecke die Zeltstangen zusammen. Jetzt kannst du überprüfen, welche Stange wohin kommt. Meist sind diese unterschiedlich lang und mittels Farben gekennzeichnet.

  3. Schutz von unten: Falls du eine zusätzliche Bodenplane dabei hast, kannst du sie jetzt ausbreiten

  4. Zelt ausrichten: Beginne damit, das Innenzelt zu Beginn auszurichten und platziere es so auf der Plane, wie das Zelt später stehen soll.

  5. Boden fixieren: Je nach Wind kannst du die Ecken deines Innenzeltes mittels Heringen bereits fixieren.

  6. Jetzt kommen die Zeltstangen ins Spiel. Das ist der Zeitpunkt, an dem viele verzweifeln. Wenn du dir vorab ein Bild davon gemacht hast, wo welche Zeltstange hingehört, ist die Hälfte der Arbeit bereits erledigt. Je nach Modell werden die Enden der Zeltstangen nun mittels Schlaufen durch einen Tunnel aus Zeltstoff gefädelt, in Zapfen gesteckt oder in Haken eingehängt. Achte beim Durchfädeln der Zeltstangen darauf, dass du diese schiebst und nicht ziehst. Einmal entzweit, kann es manchmal knifflig werden, diese trotz Gummiverbindung wieder zu verbinden. Sobald du alle Stangen zumindest auf einer Seite eingefädelt und fixiert hast, kommt der nächste Schritt.

  7. Das Aufrichten: Beim Aufrichten des Zeltes ist manchmal ein zweites Paar Hände recht nützlich. Jetzt geht es nämlich darum, die Zeltstangen auch auf der anderen Seite zu fixieren. Stelle dich dafür auf die Seite, wo die Stangen noch nicht in die am Boden liegenden Fixierungen eingespannt sind. Sobald du diese jetzt einfädelst, werden sich die Stangen entsprechend der Zeltform durchbiegen und sich aufrichten. 

  8. Das Außenzelt: Je nach Zeltform steht das Ganze nun bereits von selbst. Bei einem Zelt mit einer doppelten Wand muss die äußere Zeltwand über dem Gestänge passgenau platziert werden. Eine gute Orientierung bieten die Nähte des Außenzeltes, da sie häufig die entsprechende Positionierung vorgeben. 

  9. Abspannen: Damit das Zelt auch im Wind noch stabil steht, solltest du dein Zelt unbedingt abspannen und mit Heringen im Boden fixieren. Beachte beim Abspannen, dass die Abspannleinen in Längsrichtung zur Naht gespannt werden sollten. Spanne das Außenzelt straff, sodass der Regen abtropfen und sich nicht sammeln kann. Achte zudem darauf, dass sich Innen- und Außenzelt nicht berühren und dass mögliche Luftdurchlässe offen sind.

Nützliche Camping Hacks

  • Nimm dir einige Ersatzschnüre zum Abspannen des Zeltes mit.

  • Nimm dir nicht nur Ersatzheringe, sondern auch welche für andere Böden mit. Manchmal kann man sich den Untergrund nicht aussuchen. Bei sorgfältiger Recherche solltest du gut einschätzen können, ob es neben handelsüblichen Zeltheringen auch Nägel für Gestein oder besonders breite für sandige Böden benötigt.

  • Nimm dir ein Flickenset mit. Es kann immer passieren, dass der Zeltstoff beschädigt wird. Da dich die Außenhaut aber vor Wind und Wetter schützt, solltest du auch unterwegs in der Lage sein, kleine Risse zu flicken.

  • Auf Harz aufpassen. In einigen Ländern kann das herunter tropfende Harz die Außenhaut zu einer recht klebrigen Angelegenheit werden lassen. Entfernen lassen sich diese gut mit Reinigern auf Ölbasis. Es kann aber passieren, dass die DWR-Schicht erneuert werden muss.

Zelten in Österreich

Wer sein Zelt in Österreich abseits von Campingplätzen aufstellt, läuft Gefahr, tief in die Tasche greifen zu müssen. Anders als in Ländern wie Schottland oder Schweden, wo es bis auf wenige Ausnahmen erlaubt ist, abseits der Zivilisation im Freien zu nächtigen, ist hier die Gesetzeslage eine andere.

Ob und inwieweit du draußen zelten darfst, ist in Österreich nicht auf Bundesebene geregelt. Obwohl du den Wald zu Erholungszwecken betreten darfst, bestimmen die Regularien zum Campieren die jeweiligen (Bundes)Länder selbst. Unter dem Abschnitt: Aktuelle Informationen zu Campen, Zelten im Wald, Campieren außerhalb des Waldbereichs findest du alle Infos.

Welches Zelt ist das richtige?

Solltest du den Wunsch nach einem Zelt haben, bist dir allerdings noch nicht sicher, welches es werden soll, findest du in diesem Blogartikel “Welches Zelt brauche ich? Diese Zeltformen gibt es” alle Vor- und Nachteile gängiger Modell-Typen.

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