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Rucksack waschen. So geht's richtig!

Inhaltsverzeichnis

Egal um was für eine Art Rucksack es sich handelt, wenn man einen dabeihat, wird er wohl mindestens einmal im Dreck landen, nur um dann festzustellen, dass es auch dieses Mal nicht die beste Idee war. Und da es ein bisschen unnötig wäre, sich für jede Outdoor-Tour einen neuen Rucksack zu kaufen, geben wir dir im heutigen Blogbeitrag ein paar Tipps mit auf den Weg, mit welchem Waschmittel du deine Rucksäcke waschen kannst.

Es spielt keine Rolle, welchen Rucksack du hast, nach ein paar Touren wird dir aufgefallen sein, dass der nichtmehr so glänzt wie noch zu Beginn. Das mag zum einen daran liegen, dass sich Schweißränder um die Schultergürtel gebildet haben oder aber sich vom ganzen Dreck die Reißverschlüsse eher widerwillig schließen lassen. Zum anderen kann es aber auch sein, dass die Ameisen mit den Resten deines Bergsteigermüslis in den Tiefen deines Rucksacks eine fette Party schmeißen.

Hier unsere Tipps:

Zunächst wollen wir noch eine rasche Antwort auf eine der häufigsten Frage geben: „Nein, du darfst deinen Rucksack nicht in einer Waschmaschine waschen.“ Die Kräfte, die in der Waschmaschine auf das Material wirken, machen dieses löchrig und lösen die Beschichtungen auf. Im schlimmsten Fall, darfst du dir im Anschluss eine neue Waschmaschine zulegen. Finger weg von Waschmaschinen!

Rucksack waschen

Anders als bei Schlafsäcken gibt es bei Rucksäcken keine Ausnahme. Hier heißt es Handwäsche!

Hier eine kleine Anleitung, wie du vorgehen solltest:

  1. Zerlege den Rucksack in seine Einzelteile. Häufig lassen sich bestimmte Teile des Rucksacks wie das Tragesystem separat abnehmen.
  2. Entferne den groben Schmutz: 
    1. Mit einem feuchten Tuch/Schwamm, lauwarmem Wasser und PH-neutraler Seife kannst du die äußere Hülle sorgsam säubern
    2. Das Innere des Rucksacks lässt sich bequem mit einem Staubsauger reinigen. Sollten auch hier grobe Verunreinigungen vorliegen, gilt das gleiche Spiel wie mit dem Tuch zuvor
  3. Reißverschlüsse mit einer trockenen Zahnbürste reinigen, um Sand und Staub zu entfernen
  4. Gehen wir mal davon aus, dass dein Rucksack jetzt von grobem Dreck befreit ist, er aber noch immer nicht wieder zu 100 % sauber ist. Je nach Größe des Rucksacks kannst du nun die Badewanne oder ein anderes entsprechendes Behältnis mit lauwarmem Wasser und PH-neutraler Seife füllen.
  5. Tragegurt, Hüfthalter, etc. mit Wasser vollsaugen lassen und behutsam ausdrücken. Sollten Schweißrückstände und andere Rückstände noch immer sichtbar sein, mit dem Schwamm nachbehandeln.
  6. Wenn alle Verunreinigungen beseitigt wurden, gilt es, den Rucksack und alles, was dazugehört mit kaltem Wasser solange auszuspülen, bis sich kein Schaum mehr bildet.

Rucksack trocknen

Wenn du deinen Rucksack erfolgreich von Dreck befreit hast, ist er vermutlich noch nass. Du musst ihn also noch trocknen. Am schnellsten geht das, indem du den Rucksack kopfüber zum Trocknen hängst. Alle Einzelteile, die du zuvor entnommen hast, kannst du daneben aufhängen. Wenn du den Rucksack jetzt schon zusammenbaust, verlängert sich der Trockungszeitraum zusätzlich. Am schnellsten trocknet er an der frischen Luft und nicht bei direkter Sonneneinstrahlung.

Nachdem der Rucksack nun vollständig getrocknet ist, kannst du ihn wieder zusammenbauen. Kontrolliere dabei, ob alle Reißverschlüsse wieder wie gewohnt schließen.
Auf keinen Fall darf der Rucksack in den Trockner, auch nicht im Schongang!

Pflege und Lagerung des Rucksacks

Nach einer Reinigung bietet es sich zusätzlich an, dem Rucksack ein kleines Beauty-Make-Over zu verpassen. 

Reißverschlüsse: Nach einer Wäsche raten wir dir, einmal zum Silikonspray zu greifen, um die Reißverschlüsse zu behandeln. Öffne und schließe die Reißverschlüsse einige Male, um sicherzugehen, dass das Silikonspray überall hinkommt. Anschließend solltest du mit einem Tuch überschüssiges Spray entfernen. Mit Silikonspray lassen sich darüber hinaus auch andere Plastik oder Hartgummi-Features deiner Rucksäcke behandeln, wenn du das Gefühl hast, dass diese porös und spröde werden.

Klettverschlüsse: Sollten nach ausgiebiger Wäsche noch immer Rückstände im Klettverschluss hängen, kannst du diese mit einer Bürste oder einer Pinzette entfernen.

Imprägnierung: Um deinen Rucksack langfristig vor Verschmutzungen zu schützen, solltest du ihn nach dem Trocknen zusätzlich noch imprägnieren. Der Grund dafür ist offensichtlich: Wasser kann nicht mehr so leicht in die äußere Membran eindringen, was das Textil langlebiger macht und der Rucksack saugt sich weniger stark voll. Du kannst hier entweder auf Sprüh- oder Schmierimprägnierung zurückgreifen. Wie das Ganze aufzutragen ist, entnimm bitte den Herstellerhinweisen, da dies von Produkt zu Produkt anders sein kann. Beachte allerdings, dass das Tragesystem zumindest nicht dort imprägniert werden sollte, wo die Chance besteht, dass nackte Haut mit dem Stoff in Berührung kommt. Dies kann bei einigen Personen zu Hautirritationen führen kann.

Lagerung: Zum Schutz deiner Rucksäcke bietet es sich an, diese fernab von direkter Sonnenstrahlung aufzubewahren. Das schützt die lichtempfindliche Oberfläche zusätzlich. Schaue, dass der Rucksack an einem Ort hängt, steht, oder liegt, der gut belüftet ist, um Schimmel vorzubeugen. Gerade nach dem Waschen, wenn noch etwas Restfeuchtigkeit in den Nähten steckt, sollte der Rucksack „atmen“ können.

Grundsätzlich gilt, dass du deinen Rucksack in Zukunft nach jeder Tour von grobem Dreck befreist. Der Rucksack sieht dadurch nicht nur schicker aus, du hast auch länger was davon. Und gerade, wenn du im Sommer häufiger unterwegs bist, solltest du nicht ständig auf einen dreckigen Rucksack zurückgreifen müssen. Wie oft du deinen Rucksack letzten Endes aber intensiv waschen solltest, hängt allein vom Verschmutzungsgrad und der Intensität der Nutzung ab. Falls du noch Pflegetipps zu anderen Produkten suchst bzw. wie du bestimmte Produkte waschen musst und diese nicht bei uns in den Blogartikeln findest, lass es uns wissen. Mit deinem Anliegen bist du vielleicht nicht alleine und wir helfen gerne aus.

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