INTERSPORT Blog | 17. Oktober 2020 | Lesezeit: 7 Minuten

Meine Laufausrüstung: Das brauche ich beim Lauf durch die Stadt

Inhaltsverzeichnis

Viele waren aufgrund von Corona dazu angehalten, ihren Arbeitsplatz in die eigenen vier Wände zu verlegen. Was vielen nach kurzer Zeit fehlte, war der Sport, was zu einem regelrechten Boom auf Sport und Fitnessgeräte führte. Kein Wunder! Nach 8 Stunden Arbeit in den eigenen vier Wänden kann einem schon mal die Decke auf den Kopf fallen. Da kommt Ablenkung in Form von Bewegung ganz gelegen.

Wir möchten dir heute einen Guide zum Thema Laufen und der richtigen Ausrüstung mit an die Hand geben.

Aber braucht es überhaupt einen Guide? – Laufschuhe anziehen und um den Block laufen, kann schließlich jeder. Sieh das Ganze also mehr als Möglichkeit an, deine Laufbekleidung zu überprüfen und dein Ausrüstung zu hinterfragen, sollte es hier und da mal zwicken oder gar wehtun. Den heutigen Blogbeitrag widmen wir den Läufern und Läuferinnen, die meist auf festen Untergründen unterwegs sind – ganz egal, ob das nun das Kopfsteinpflaster der Stadt oder der menschenleere Feldweg ist. Denn im Gegensatz zum Lauf im Gelände gibt es ein paar Dinge zu berücksichtigen. Bleib also dran und erfahre jetzt, wie du deine Ausrüstung zum Laufen upgraden kannst:

Der Laufschuh

Solltest du nach Jahren mit der Idee liebäugeln, wieder einmal Laufen zu gehen, wäre es angebracht, vorab zu schauen, ob dir die Laufschuhe aus deinen Kindertagen noch passen – deine Euphorie soll schließlich nicht durch wunde Füße gebremst werden. Der richtige Laufschuh bringt dich nicht nur mit einem Lächeln von A nach B, sondern schützt dich gleichzeitig noch vor Verletzungen und ermöglicht so ein gesundes Training.

Laufschuhe Laufschuhe sind so konzipiert, dass sie sowohl die Fußmuskulatur herausfordert als auch möglichen Fehlstellungen entgegenwirken. Begriffe die in diesem Kontext häufig fallen sind: Supination, Pronation, Hohl- & Senkfuß und noch viele mehr. wie du deinen perfekten Laufschuh findest, haben wir dir hier niedergeschrieben.

Eine der wichtigsten Komponenten bei Laufschuhen für harte Untergründe ist die Sohle. Die Außensohle sollte verhältnismäßig glatt und weich sein, was zu einem festen Stand auf harten und ebenen Untergründen führt.

Ein zu harter und steifer Schuh kann die wirkenden Kräfte durch den harten Untergrund nicht entsprechend absorbieren. Daraus könnte sich ein schlechtes Abrollverhalten entwickeln, was zu einer Fehlstellung und Schmerzen führen kann. Gerade, wenn du nach einem Trainingsplan läufst, solltest du darauf achten, dass die Dämpfung der Laufschuhe richtig gewählt ist.

Ähnlich verhält es sich mit dem Oberflächenmaterial. Dieses ist bei Schuhmodelle für die Stadt eher leicht und luftig und weniger dafür ausgelegt, im strömenden Regen trockene Füße zu behalten – wenn du dir von Vornherein sagst, dass du bei jeder Witterung unterwegs sein willst, kommst du nicht um ein Modell herum, welches ein wenig robuster dafür aber weniger atmungsaktiv ist herum.

Die Unterwäsche

Ein wichtiges aber häufig unterschätztes Thema bei der Laufbekleidung ist die Frage nach der richtigen Unterwäsche. Wer im Training einmal mit der falschen Unterwäsche unterwegs war und nach ein paar Kilometern einen aufgescheuerten Schritt hatte, kann davon vermutlich ein Lied singen.

Die richtige Laufunterwäsche sollte folgende Punkte erfüllen:

  • Atmungsaktiv
  • Rasche Schweißverdunstung
  • Schnell trocknend
  • Geruchsneutral
  • Elastisch

In vielen Funktionsklamotten finden sich diese Eigenschaften wieder und der ausschlaggebende Punkt dafür sind die richtigen Materialen – welche da sind:

  • Polyester (eine Kunstfaser, die zwar gut recyclebar ist, jedoch häufig Chemisch behandelt werden muss, um Geruchsneutralität zu gewährleisten)
  • Polypropylen (eine Kunstfaser, die Feuchtigkeit sehr gut weiterleitet)
  • Elastan (eine chemischer Faserverbund, der für enganliegende und flexible Funktionskleidung sorgt – Rennradtrikots z.B.)
  • Merinowolle (natürliche Wolle von den aus Neuseeland stammenden Merinoschafen; bietet hohen Tragekomfort, ist geruchsneutral und gibt Feuchtigkeit sehr gut weiter)

Ein weiterer Punkt könnten noch flache Nähte sein, um das Risiko von aufgescheuerten Stellen zu minimieren – wer damit trotz richtiger Unterwäsche Probleme hat, kann die betroffenen Stellen zusätzlich mit Vaseline oder anderen Salben geschmeidig halten.

Der Sport-BH

Zusätzlich stellt sich bei Frauen die Frage: Was der Sport BH leisten muss. Dieser muss in erster Linie das Gewebe stützen um Schmerzen und Folgeschäden zu vermeiden. Gerade die ständige Auf- und Ab-Bewegung beim Laufen zerrt mit der Zeit am Gewebe. Dabei ist es auch egal, ob du eine große oder kleine Brust hast. Wie beim Punkt zuvor kommt es darauf an, dass das Material den Schweiß schnell vom Körper wegtransportiert und dass der BH nirgends scheuert.

Die Laufsocken

Zur richtigen Unterwäsche in diesem Fall gehören auch Laufsocken. Sie sind die logische Ergänzung für passende Laufschuhe. Das Problem mit normalen Socken ist, dass sie den Schweiß nicht schnell genug an den Schuh weitergeben können. Dies führt schlussendlich dazu, dass sich Druckstellen bilden, die mit der Zeit schmerzhaft werden können. Gute Laufsocken sollten daher nicht nur beim Laufen, sondern grundsätzlich beim Sport ein elementarer Bestandteil deiner Ausrüstung sein. Sie bieten Schutz an den viel beanspruchten Stellen am Fuß und sind aus Materialien, die den Schweiß schnell aufnehmen und weitergeben.

Shirt & Hose

Da mit der Zeit eh immer mehr Sachen dazukommen, ist es für den Anfang ratsam, auf Langlebigkeit zu achten. Eine kurze und eine lange Sporthose bringen dich für gewöhnlich sicher durch alle Jahreszeiten. Es kommt ganz auf deine Vorliebe an, ob du beispielweise Laufhosen bevorzugst die unten beim Bund enger geschnitten sind oder welche, die weiter sind.

Frauen können hier natürlich auf Leggings für die kalten Monate zurückgreifen. Enganliegende Alternativen gibt es natürlich auch für Männer, die diese entweder „nur so“ oder aber in Kombination mit einer kurzen Sporthose tragen können.

Beim Thema Shirts verhält es sich wie zuvor: Starte mit einem Produkt, welches durch seine Langlebigkeit besticht. Solltest du irgendwann mal eine andere Sportart ausprobieren wollen, kannst du dasselbe Shirt verwenden. Du brauchst schließlich nicht für jeden Sport ein individuelles Shirts. Flache Nähte und das richtige Material sind hier genauso wichtig wie zuvor. Wer im Sommer mit einem reinen Baumwollshirt laufen geht, kann sich zwar darüber freuen, dass das Shirt viel Schweiß aufsaugt, jedoch ist das meist der einzige Pluspunkt. Baumwolle saugt sich mit Flüssigkeit voll, gibt diese aber nur sehr langsam wieder ab. 

Ein wichtiger Punkt, der sowohl bei Shirts als auch bei Hosen Beachtung finden sollte, ist die Sichtbarkeit. Wenn du in der Stadt unterwegs bist, willst du gesehen werden. Achte daher beim Kauf darauf, dass in die Kleidung Reflektoren eingenäht sind. Nur weil du das vorbeifahrende Auto siehst, bedeutet es nicht, dass es dich auch sieht.

Softshelljacke

Zum Laufen haben sich über die Jahre Softshelljacken bewährt. Aufgrund ihrer höheren Atmungsaktivität im Gegensatz zu Hardshelljacken sind sie die Lieblinge vieler Läufer_innen. Auch wenn sie eine geringere Wassersäule aufweisen als vergleichbare Hardshelljacken, bieten sie dank DWR (durable water repellant) Imprägnierung noch immer genug Reserven, um dich auch bei einem kleinen Schauer in der Stadt trocken nach Hause zu bringen.

Ein weiterer Vorteil von Softshelljacken ist deren hohe Flexibilität. Gute Jacken sind dehnbar und schmiegen sich der Körperform an, ohne dabei zu reiben oder abzuschnüren.

Wie bei den Shirts zuvor solltest du beim Kauf zusätzlich darauf achten, dass Reflektoren eingenäht sind.

Sonstiges Equipment für deine Laufausrüstung

Wie dir bestimmt schon aufgefallen ist, ist das gesehen werden beim Lauf in der Stadt ein wichtiger Punkt. Aus diesem Grund sind viele Läufer_Innen zusätzlich mit einer Stirnlampe ausgestattet oder einem kleinen LED Clip – ähnlich dem Rücklicht eines Fahrrads – um andere Verkehrsteilnehmer_innen auf die eigene Anwesenheit aufmerksam zu machen. Lieber in den Abendstunden, wie ein leuchtender Weihnachtsbaum vor die Tür treten, als sich im Nachhinein dafür rechtfertigen zu müssen, weshalb man in schwarzer Laufmontur auf den Straßen versucht, Autos zu überholen

Für die Wintermonate bietet es sich übrigens auch an, Handschuhe und Mütze aus atmungsaktiven Material im Schrank zu wissen.

Einige Punkte, die wir aufgezählt haben, gelten natürlich auch für´s Laufen im Gelände oder gar für andere Sportarten generell. Uns war es wichtig, in diesem Artikel hervorzuheben, welche Anforderungen zusätzlich beim Laufen in der Stadt hinzukommen und worauf du beim Kauf deiner Laufbekleidung achten solltest. Nichts ist schließlich nerviger, als im Nachhinein festzustellen, dass man für seinen Sport etwas unpassendes erworben hat. Wir hoffen, dass dir der Artikel gefallen hat und würden uns freuen, dich auch in Zukunft wiederzusehen.

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