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Was ist ein Ergometer und was wird trainiert?

Inhaltsverzeichnis

Viele Begriffe aus dem Bereich des Fitness finden ihren Weg in den deutschen Sprachgebrauch, ohne dass wir überhaupt wissen, was sich dahinter verbirgt – Crossfit, Freeletics, HIIT und noch viele andere Begriffe. Wir wollen uns zukünftig stärker den Themen Fitness, Gesundheit und allem, was damit einhergeht widmen. Natürlich haben wir dabei auch unsere Produkte im Hinterkopf, weshalb wir euch wissenswertes um die Intersport-Produktwelt anbieten möchten

Gerade in der Jahreszeit, in der man gefühlt morgens im Dunkeln das Haus verlässt und es erst wieder betritt, wenn die Sterne auf einen hinabscheinen, ist es schwierig, sich für Sport am Abend zu begeistern. Es ist kalt, dunkel und in den meisten Fällen auch noch rutschig. Nach einer erfolgreichen Radlsaison will man sich nur ungern damit abfinden, dass die Tage gezählt sind, an denen man nach Feierabend noch eine Runde drehen konnte. Und ein bisschen wehmütig wirst du mit Beginn der nächsten Saison darauf zurückblicken, wie viel Kilometer du das Jahr zuvor noch gefahren bist, ohne aus der Puste zu sein. Gäbe es doch nur eine Möglichkeit, beim Training dort weiterzumachen, wo du letzte Saison aufgehört hast. Nun, die gibt es und die Lösung lautet: Ergometer!


Zugegebenermaßen siehst du mit einem Ergometer weniger von der Welt als auf einem Rad, aber eine bessere Alternative als täglich den Abend mit Chips vor dem TV zu verbringen, ist es allemal. Wir stellen dir heute das Ausdauergerät Ergometer vor, was es so besonders macht und für wen es geeignet ist .

Was ist ein Ergometer?

Ergometer bezeichnen wir häufig umgangssprachlich auch als Heimtrainer, Trimm-Dich-Rad oder Spinningrad. Ein Fahrradergometer fällt in die Kategorie der Ausdauergeräte und ähnelt häufig einem stationären Fahrrad. Neben den typischen Komponenten eines Fahrrads wie Lenker, Sattel und Pedale sind die Laufräder durch eine Schwungscheibe ersetzt, welche über die Pedalen angetrieben wird. Unterschiedliche Bremstypen wie bspw. eine Magnetbremse sorgen beim Ergometertraining für den nötigen Widerstand beim Treten. Die Bremse bzw. der Knopf zum Verstellen des Widerstands befindet sich meist mittig am Fahrrad und ist leicht zu erreichen, sodass auch während der Fahrt der Widerstand verstellt werden kann.

Es gibt jedoch genauso Modelle, die über elektronische Brems-/Widerstandsvorrichtungen verfügen, sodass unterschiedliche Trainingsprogramme abgerufen werden können. Das erste Fahrradergometer ist übrigens auf die beiden Sportmediziner Zuntz und Voigt aus dem Jahr 1900 zurückzuführen.

Die Vorteile eines Ergometers?

Toll, jetzt weißt du zwar, was ein Ergometer bzw. Heimtrainer ist, aber bei der Entscheidung, ob ein Ergometer etwas für dich und dein Training ist, haben wir dir aber noch nicht geholfen. Und genau aus diesem Grund haben wir dir hier noch einmal unsere Vorteile für ein Ergometer aufgelistet:

  • Du bestimmst über die Trainingszeit
  • Stärkt das Herz-Kreislauf-System
  • Schüttet Glückshormone aus
  • Bietet ein gelenkschonendes Training
  • Du bestimmst alleine über deinen Trainingsplan und die Trainingsintensität
  • Du entscheidest darüber, ob du an deiner Kondition arbeiten oder Muskeln aufbauen möchtest
  • Du verbrennst Kalorien!
  • Du kannst den Winter über so trainieren, dass du nächste Saison dort weitermachst, wo du dieses Jahr aufgehört hast!

Trotz der ganzen Vorteile solltest du folgende Aspekte nicht aus den Augen lassen:

  • Ein Ergometer für zuhause benötigt Platz und lässt sich nicht einfach unters Bett schieben
  • Du bist fortan für deine eigene Motivation zuständig, keine Trainer/innen, die dir Dampf machen
  • Auf einem Ergometer gibt es keinen Fahrtwind ☹

Für wen ist ein Ergometer geeignet?

Ein Fahrradergometer ist gerade für Einsteiger/innen interessant, da sich der Trainingswiderstand bis auf ein Minimum reduzieren lässt. So lässt sich die Kondition Stück für Stück aufbauen, ohne wie beim Laufen alle 500 m verschnaufen zu müssen. Darüber hinaus ist ein Ergometer für Menschen geeignet, die Probleme mit ihren Gelenken haben, sich aber dennoch einen sportlichen Ausgleich wünschen.

Dank der Möglichkeit, je nach Modell, Widerstände manuell oder elektronisch zu variieren, ist ein Ergometer jedoch auch ein Ausdauergerät, welches von Hobbysportler/innen und Profis genutzt werden kann. Dank vieler Überwachungsfunktionen kannst du beim Training bspw. die Herzfrequenz und deinen Puls überprüfen, während du je nach Wunsch die Watt einstellen kannst. Wenn du nächste Saison dort weitermachen möchtest, wo du dieses Jahr aufgehört hast, kannst dies je nach Trainingsplan erreichen. Je nach Intensität kannst du entweder dein Muskelwachstum beschleunigen oder aber dein Herz-Kreislauf-System stärken.

Logischerweise findet ein Großteil der muskulären Belastung im Unterkörper statt. Allerdings werden auch Muskelgruppen beansprucht, mit denen du vorher nicht gerechnet hast!

Wir können dir nur empfehlen, bevor du mit deinem Training beginnst, dir einen Trainingsplan zusammenstellen zu lassen. Jemand Externes kann zusätzlich für die nötige Motivation und das Erreichen deiner Ziele sorgen.

Was trainiert ein Ergometer?

Beim Fahrradergometer werden in erster Linie die Beine trainiert, was nicht wirklich verwunderlich ist.

  • Gesäßmuskulatur: Bei ersten Teil der Pedalumdrehung hilft die Po-Muskulatur mit. Die Gesäßmuskulatur, welche sich aus drei Muskeln zusammensetzt, ist einer der größten Muskeln im Körper. Da ein großer Muskel mehr Kalorien verbrennt, gilt die Regel: Wer seinen Po trainiert, verbrennt auf lange Sicht also nicht nur mehr Fett, sondern stabilisiert gleichermaßen auch die Wirbelsäule, was Verletzungen vorbeugt.
  • Oberschenkelstrecker/-beuger: Für die Bewegung zur 6 Uhr Position der Pedale sorgt der vorne liegende Oberschenkelstrecker. Für die Rückholbewegung zur 12 Uhr Position ist wiederum der Oberschenkelbeuger zuständig.
  • Waden- & Schienbeinmuskulatur: Je nach Intensität und Streckung des Fußes kommen als Hilfsmuskulatur die Waden- & Schienbeinmuskeln zum Einsatz.
  • Oberkörper: Entsprechend des Trainingsprogramms gibt es darüber hinaus auch die Möglichkeit, den Oberkörper mit in das Training einzubeziehen. Vielleicht hast du es schon einmal beim Spinning gesehen, dass Sportler/innen abwechselnd aus dem Sattel steigen, um sich dann wieder zusetzen. Dieser Ablauf trainiert, wenn auch nur zu einem kleinen Teil, zusätzlich die Arme, Schulter, Brust- und Rückenpartie.

Hoffentlich konnten wir dir einen kleinen Einblick in die Welt der Ergometer geben. Solltest du noch mehr über die richtige Herzfrequenz, Watt oder das Training wissen wollen, lass es uns auf den sozialen Medien wissen. Bis demnächst!

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