Tennisbälle • Tennis
52Spätestens, wenn der letzte Tennisball über den Zaun geflogen ist, wird es Zeit, Nachschub zu besorgen! Bei Tennisbällen unterscheidet man grundsätzlich zwischen Druckbällen und Drucklose(n)-Bälle(n). Druckbälle werden im Herstellungsprozess buchstäblich aufgepumpt, sodass der spätere Tennisball bessere Sprungeigenschaften hat. Ein Nachteil ist jedoch, dass nach gewisser Zeit der Druck entweicht, sodass ein neuer Ball benötigt wird. Die Drucklosen-Bälle erhalten ihre Sprungeigenschaften durch die Zusammensetzung der verwendeten Gummimischung, der Fasern und der Materialdicke. Diese Art von Tennisball muss erst dann ersetzt werden, wenn das Material porös wird oder ermüdet.
Die häufigsten Fragen zu Tennisbällen:
Welche Tennisbälle soll ich kaufen?
Welche Tennisbälle du kaufen solltest, kommt zum Beispiel auf dein Spielniveau und den Belag des Tennisplatzes an:
Spielniveau: Abhängig von deinem Können eignen sich verschiedene Typen von Tennisbällen besser. Sie unterscheiden sich unter anderem in Größe, Gewicht und Sprungeigenschaften. Profis spielen mit anderen Bällen als Kinder, Einsteiger und Hobbyspieler. Auf Turnieren wird üblicherweise mit den meist gelben Standardbällen gespielt. In der Regel handelt es sich dabei um Druckbälle.
Platz/Belag: Auch der Platz hat Einfluss auf die Wahl des idealen Tennisballs, denn je nach Belag ist das Sprungverhalten unterschiedlich. Handelt es sich um einen weichen Belag, sollte der Ball schnell beschleunigen. Auf hartem Belag verhält es sich genau andersrum. In Höhenlagen über 1.219 m spielt man wiederum mit einer anderen Art von Tennisball.
Härtegrad/Stages: Dieser Punkt bezieht sich insbesondere auf Kinder und Anfänger. Um die Technik richtig zu erlernen, gibt es eigens entwickelte Bälle mit entsprechender Druckminderung. Sie werden in Stages (1, 2, 3) eingeteilt. Je nach Stage fliegen die Tennisbälle deutlich langsamer und springen nicht so hoch ab. Dadurch bleibt mehr Zeit, sich auf das Tennis lernen zu konzentrieren. Deshalb eignen sie sich auch für Erwachsene, die gerade erst mit dem Sport beginnen.
Für Kinder oder Einsteiger empfehlen sich Tennisbälle der Stages 1, 2 oder 3. Die ganz Kleinen trainieren am besten mit großen, leichten Schaumstoffbällen und dazu passenden Tennisschlägern. Als Hobbyspieler und wenn du auf unterschiedlichen Plätzen spielst, sind Allcourt-Bälle eine gute Wahl. Fortgeschrittene und Profis sollten die Bälle im Idealfall an die vorhandenen Gegebenheiten anpassen, um alles aus ihrem Spiel herausholen zu können.
Welche Tennisball-Arten gibt es?
Grundsätzlich gibt es folgende Arten von Tennisbällen:
Druckbälle: Diese werden gerne im Profisport verwendet. Sie sind sehr reaktiv, schnell und springen hoch ab. Entsprechen sie den Standards der ITF (International Tennis Federation) werden sie auch als Turnierbälle bezeichnet. Da der Druck mit der Zeit entweicht, halten solche Bälle in der Regel weniger lange als drucklose Bälle.
Drucklose Tennisbälle: Solche Bälle sind aufgrund des dickeren, äußeren Gummis schwerer als Turnierbälle. Aufgrund dessen sind sie auch langsamer und härter, die Absprunghöhe ist niedriger. Dafür halten sie besonders lange und werden gerne für das Training benutzt. Drucklose Bälle werden deshalb auch als Trainingsbälle bezeichnet.
Außerdem werden Tennisbälle anhand der ITF Klassifikation unterschieden: Typ 1 (fast), Typ 2 (medium), Typ 3 (slow) und Typ 4 (High Altitude).
Welcher Tennisball eignet sich für welchen Platz?
Den am besten zum Platz bzw. Belag passenden Ball findest du am einfachsten anhand der ITF Klassifikationen:
Typ 1 – fast: Für langsame Plätze, zum Beispiel Sandplätze (Ascheplatz). Die Eigenschaften und Geschwindigkeit des Balls gleichen hier den Belag wieder aus.
Typ 2 – medium: Standardball, manchmal auch als Allcourt Tennisball bezeichnet. Basierend auf seinen Eigenschaften ist er praktisch ein Allrounder und eignet sich unter anderem für Hartplätze.
Typ 3 – slow: Für schnelle Oberflächen, zum Beispiel einem Rasenplatz. Die Charakteristika des Typ 3 Balls harmonisieren damit hervorragend.
High Altitude: Entsprechende Tennisbälle werden für Spiele über 1.219 Höhenmeter verwendet. Je höher der Platz liegt, umso niedriger ist der Luftdruck. Deshalb verhalten sich High Altitude Bälle hinsichtlich Rückprall anders.
Gibt es Kinder Tennisbälle?
Ja, genauso wie Kinder Tennisschläger gibt es auch eigene Tennisbälle für Kinder. Sie werden laut ITF in mehrere Stufen (Stages) unterteilt. Sowohl der Innendruck des Balls als auch dessen Größe und Gewicht sind exakt festgelegt. Dadurch soll sichergestellt werden, dass Kinder und Jugendliche die korrekte Spieltechnik ordentlich erlernen können.
Schaumstoffbälle: Schaumstoffbälle sind besonders weich und leicht sowie größer als die Bälle der anderen Stages. Sie lassen sich einfach treffen und verhalten sich langsamer. So können sich die Kleinen Schritt für Schritt an den Tennissport herantasten und die Grundlagen kennenlernen.
Stage 3: Tennisbälle der Stage 3 sind mit einem roten Punkt gekennzeichnet. Der Druck ist um 75 % reduziert. Das bedeutet, dass sie um 75 % langsamer als ein gelber Standardball sind. Außerdem springen sie nicht so hoch ab. Die Kids haben deshalb länger Zeit, um zu reagieren.
Stage 2: Diese Kinder Tennisbälle sind durch einen orangen Punkt gekennzeichnet. Der Druck ist nur mehr um 50 % reduziert, wodurch der Ball schon etwas reaktiver wird. Weiters springt er bereits höher ab. Sie eignen sich, wenn dein Kind das Tennisspiel schon etwas beherrscht.
Stage 1: Stage 1 Tennisbälle erkennst du an einem grünen Punkt. Die Druckminderung beträgt nur mehr 25 %. Sie sind hinsichtlich Größe, Gewicht und Verhalten richtigen Tennisbällen bereits sehr ähnlich. Entsprechend sind sie für Kinder sowie Einsteiger gedacht, die schon fast mit regulären Standardbällen spielen können.
Es kann auch für Erwachsene empfehlenswert sein, das Tennis spielen mit solchen Bällen zu lernen. Sie profitieren ebenfalls von ihren spezifischen Eigenschaften und haben dadurch Zeit, sich während der Trainingseinheiten voll und ganz auf die Technik zu fokussieren. In der Regel durchlaufen Erwachsene Tennisspieler die einzelnen Stages schneller als Kinder und Jugendliche.