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Was ist die richtige Skilänge für mich?

Inhaltsverzeichnis

Ähnlich der unterschiedlichen Skiarten und Formen gibt es auch bei der richtigen Größe einiges zu beachten. Falls du vorab noch einen kurzen Überblick darüber erhalten willst, welcher Ski der richtige für dich ist, empfehlen wir dir den Artikel Welche Skiarten gibt es und welcher passt zu mir? zu lesen. Nun aber zum eigentlichen Thema. In unserem heutigen Blogbeitrag widmen wir uns der Frage, welche Skilängen je Skityp üblich sind und wie lang dein Ski sein muss.

Allgemeines zur Wahl der richtigen Skilänge vorab

Vor jedem Kauf oder vor jedem Ausleihen eines Paar Skis solltest du folgende Frage für dich beantworten: Bin ich Anfänger/in, Intermediate oder Expert/in. Diese Einschätzung ist nämlich ausschlaggebend für die Länge deiner Ski. Expert/innen sollten lieber auf längere Ski zurückgreifen, da ein langer Ski bei hohen Geschwindigkeiten satter auf der Piste liegt – dieser ist dementsprechend aber auch schwieriger zu steuern und setzt einiges an Erfahrung und Technik voraus. Als Anfänger/in wirst du eher langsam im Gelände unterwegs sein. An erster Stelle steht das Erlernen der richtigen Technik. Auch sind die Schwünge und somit die Radien, die du fährst tendenziell kleiner, sodass ein vergleichsweise kurzer Ski eine bessere Alternative darstellt.


Im Folgenden haben wir dir die schon bekannten Skiarten sowie die empfohlenen Skilängen tabellarisch aufgelistet:

Skityp

Anfänger/in

Intermediate

Expert/in

Race Carver

ca. Augenhöhe

ca. Körpergröße

Je nach Disziplin/Wettkampf/etc. mehr als Körpergröße

Slalom Carver

Reine Slalom Carver sind nicht unbedingt für Anfänger geeignet

Slalom = Kurzschwung daher ca. Kinnhöhe

Slalom = Kurzschwung daher ca. Kinnhöhe

Sport Carver

ca. Kinn bis Augenhöhe

ca. Nasen bis Augenhöhe

ca. Nasen bis Augenhöhe

Allmountain Ski

ca. Augenhöhe

Körpergröße

Körpergröße

Freeride & Powder Ski

Freeride Ski sollen genug Auftrieb liefern, daher ca. Körpergröße

Zwischen der eigenen Körpergröße und der Körpergröße + 10 cm – hier musst du testen

Die eigene Körpergröße  + 10cm bis max. 15 cm

Tourenski

ca. Körpergröße minus 5 cm

ca. Körpergröße

Variiert je nach Disziplien (zB.: Abfahrts- und Powderorientiert = min. Körpergröße bis + 15cm usw.)

Freestyle

ca. Nasenhöhe

ca. Nasenhöhe

ca. Körpergröße

Was bedeutet der Rocker beim Ski und welche Auswirkungen hat er bei der Wahl der Skilänge?

Wie dir mit Sicherheit schon aufgefallen ist, sind Ski vorne und manchmal auch hinten aufgebogen. Dank dieser Form gleitest du über Unebenheiten im Gelände oder auf der Piste hinweg, ohne dabei einzutauchen.

Ist ein Ski stärker aufgebogen als ein herkömmliches Modell spricht man von einem sogenannten Rocker. Ist diese Aufbiegung im vorderen Bereich des Skis spricht man von einem Tip-Rocker, während ein Rocker hinten als Tail-Rocker bezeichnet wird. Ist hingegen der gesamte Ski aufgebogen, sodass keine Vorspannung (Camber) oder gar negative Vorspannung ersichtlich ist, nennt man dies Full Rocker oder auch Reverse Camber.


Bei der Wahl der richtigen Skilänge sind vor allem die Kontaktpunkte auf dem Schnee ausschlaggebend (siehe Grafik). Wenn du dir die Grafik einmal genauer anschaust, wird dir auffallen, dass die Kontaktpunkte immer gleich weit auseinander stehen, obwohl die Länge der Ski variieren. Bei der Größenwahl gilt daher, dass du Ski mit einem ausgeprägten Rocker ruhig größer Fahren kannst als ein vergleichbares Model ohne Rocker. Aus diesem Grund sind Powder- oder Tiefschneeski so viel größer als andere Skiarten. Ein ausgeprägter Rocker sorgt bei den Powderlatten dafür, dass der Ski im hüfthohen Schnee oben aufschwimmt und nicht versinkt. Ein Ski, der oben aufliegt, setzt Steuerimpulse effektiver um. Auf der Piste fängt er dafür bei hohen Geschwindigkeiten an zu flattern, aber das ist eine andere Geschichte.

Spielt das Körpergewicht bei der Wahl der Skilänge eine Rolle?

Ja und nein, das Körpergewicht spielt bei der Wahl der richtigen Skilänge eine untergeordnete Rolle. Beim Fahren fernab der Piste sogar noch viel weniger.

Das Gewicht des Skifahrers bzw. der Skifahrerin spielt jedoch dann eine Rolle, wenn es um die Wahl des richtigen Härtegrades (Flex – Grad der Durchbiegung des Skis in der Längsachse) für den Pistenski geht. Eine schwere Person benötigt einen härteren Ski, um die Kräfte gleichmäßig auf die gesamte Kantenlänge zu bringen. Eine leichtere Person benötigt im Umkehrschluss einen weicheren Ski. Anfänger/innen raten wir deshalb vorm Online-Kauf sich zumindest einmal im Shop ihres Vertrauens kurz diesbezüglich beraten zu lassen. Denn nicht nur ist dies ein Sicherheitsaspekt, egal bei welcher Geschwindigkeit, es geht auch um den Komfort!


Hoffentlich hast du auch dieses Mal alle nötigen Infos aus dem Blogartikel ziehen können. Darüber hinaus empfehlen wir dir, für eine Beratung einen unserer Filialen zu besuchen. Vor Ort können wir dir die Unterschiede verschiedener Skitypen zeigen und wie Skilängen Aspekte wie die Geschwindigkeit und damit verbundene Sicherheit auf den Pisten oder im Gelände beeinflussen. Viele Modelle stehen im Shop und bieten dir eine Übersicht über gängige Trends, egal ob Tourenski oder die passenden Ski für die Pisten der Alpen. Ob Anfänger/in oder Profi im Training: Bei uns findest du die passende Beratung.

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