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Welche E-Bike Motoren von Bosch gibt es und worauf muss ich bei Bosch Motoren achten?
Wir erklären es dir!

Die Marke Bosch ist vielen ein Begriff und setzt spätestens seit der Gründung von Bosch eBike Systems im Jahr 2009 mit Antriebssystemen für Pedelecs Maßstäbe. Seitdem ist viel passiert – die Motoren wurden stärker und kompakter, die Einsatzbereiche vielseitiger. Die Faszination E-Bike hat viele in ihren Bann gezogen: Gegenden, die vorher unerreichbar schienen, sind nun für viele greifbar geworden. Vorausgesetzt, das Wissen über die neugewonnene Technik sitzt.

Wir wollen dir mit diesem Blogartikel einen Überblick über die Bosch E-Bike Motoren und die dazugehören Akkus geben. Zu guter Letzt gibt‘s noch einen Guide, dem du folgen solltest, wenn die ersten Blumen rechts und links am Feldweg erblühen und die Radl-Saison einläuten.

Welcher E-BIKE-Motor ist der Beste für dich?

Die Frage pauschal zu beantworten, ist unmöglich! Wie bei einem Auto kommt es auf die Frage an, was du von ihm verlangst. Soll er dich auf entspannten Stadtfahrten im Alltag harmonisch unterstützen und dabei auch moderate Steigungen spielend überwinden oder möchtest du lieber lange Distanzen zurücklegen können oder aber steile Trail-Passagen mit maximaler Unterstützung und Kontrolle meistern und den Uphill Flow spüren?

Der Perfomance Line CX Motor

Bosch Performance Line CX

Die Perfomance Line CX , der kraftvollste Antrieb aus dem Hause Bosch wurde speziell für die Anforderungen von E-MountainbikerInnen konzipiert. Die aktuelle Generation liefert ein Drehmoment von bis zu 85 Newtonmeter (Nm). Hierunter ist die zu übertragende Kraft von einem rotierenden Objekt, sprich eines Kettenblatts, auf ein anderes Objekt, eben das Hinterrad zu verstehen. Zudem wurde der eMTB-Modus des aktuellen Motors verfeinert: Im eMTB-Modus passt sich die Motorunterstützung abhängig vom Pedaldruck progressiv an die individuelle Fahrweise der BikerInnen an und verstärkt dynamisch deren Eigenleistung. Ganz ohne Umschalten der Fahrmodi gelingt das feinfühlige Anfahren an steilen Anstiegen problemlos, wird das Vorankommen auf bergigen Trails spürbar leichter, und die BikerInnen profitieren von einer deutlich besseren Traktion. Hinzu kommt eine neue Funktion beim eMTB-Modus: der Extended Boost. Wenn das Vorderrad bspw. schon auf der Stufe ist, reicht ein leichter Pedaldruck aus, um den entscheidenden „Kick“ zu erhalten und diese zu überwinden.

Die Performance Line

Für FahrerInnen, die einen kraftvollen Antrieb für ausgedehnte und sportliche Touren suchen, eignet sich die Performance Line. Sie liefert eine Tretkraftunterstützung von bis zu 300 Prozent und ein maximales Drehmoment von 65 Newtonmeter bei einem Motorgewicht von 3,2 Kilogramm. Eine aktive Fahr- und Schaltweise belohnt der Motor mit mehr Durchzugskraft – ideal für zügiges Vorankommen. Wer regelmäßig in hügeligem Gelände fährt, wird besonders die Dynamik der Performance Line schätzen. Sie ist optional mit dem eMTB-Modus für progressive Motorunterstützung im Trail-Einsatz erhältlich.

Die Active Line und die Active Line Plus

Bosch Performance Line CX

Ob ins Büro oder zum Einkauf: Mit dem Active Line- und dem Active Line Plus-Antriebssystem hat Bosch ein System speziell für urbane Anwendungszwecke entwickelt. Spontane Ausflüge mit größeren Entfernungen und Steigungen lassen sich mit diesem Motor harmonisch, leicht und leise in der Stadt zurücklegen. Die harmonisch dosierbare Beschleunigung und das leichtläufige Pedalieren bei über 25 km/h - auch im Off-Modus – machen jede Fahrt zum Erlebnis. Die Drive-Unit ist direkt im Fahrradrahmen integriert und mit 2,9 kg rund 300 g leichter als die der Perfomance Line, was das Handling im Alltag noch agiler macht. 

Wie weit kommt man mit dem E-Bike?

Die Reichweite eines E-Bikes ist von unterschiedlichen Faktoren wie Gewicht, Fahrverhalten, Bodenbeschaffenheit oder den Windverhältnissen abhängig. Die Bosch Akkus sind ein effizienter und ausdauernder Energielieferant. Dank enormer Laufleistung, langer Lebensdauer und intelligentem Batterie-Management-System gehören die Lithium-Ionen-Akkus von Bosch zu den modernsten auf dem Markt. Für jede Anforderung und jeden E-Bike-Typ gibt es den passenden Akku, von der Gepäckträgervariante über den Rahmenakku bis hin zur integrierbaren Lösung.  Eine Kennziffer zur Orientierung sind die Wattstunden (Wh). Bosch bietet Akkus von 300 bis 625 Wh an, die Kombination zweier Bosch Akkus (DualBattery) liefert sogar bis zu 1.250 Watt­stunden – die perfekte Lösung für Touren, LangstreckenpendlerInnen oder Lastenräder. Geladen werden können alle Varianten sowohl direkt am Fahrrad als auch in entnommenem Zustand.

Es gibt allerdings noch andere Faktoren, die über die Reichweite eines E-Bikes entscheiden:

  • Das richtige Profil mit der richtigen Gummimischung am Reifen mit dem vorgeschriebenen Luftdruck Das reduziert den Rollwiderstand und erhöht die Reichweite!
  • Ein weiteres Kriterium für die Reichweite ist die Außentemperatur. Du wirst es vermutlich auch kennen, dass die Akkuleistung bei Minusgraden geringer ist als im Warmen. Aus diesem Grund gibt es gerade für kalte Jahreszeiten spezielle Neoprenschutz-Hauben.
  • Ein asphaltierter Untergrund hat einen geringeren Rollwiderstand als ein Forstweg. Entsprechend muss der Motor über Stock und Stein mehr arbeiten.
  • Auch die Last, die das E-Bike transportieren muss, verändert dessen Reichweite.

Lebensdauer eines E-Bike Akkus: Wie lange hält ein Bosch Akku und wie oft kann ein Akku geladen werden?

Die Lebensdauer eines E-Bike Akkus wird im Wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt: Zum einen von der Anzahl der Ladezyklen und zum anderen von der natürlichen Alterung.

Bosch Akkus weisen keinen Memory-Effekt auf. Das bedeutet, dass jeder Akku unabhängig seines Ladezustands beliebig lang oder kurz geladen werden kann, ohne dass es dem Akku schadet. Selbst nach längerer Lagerung, z. B. Überwinterung, ist eine Inbetriebnahme ohne eine erneute Aufladung des Akkus möglich. Für eine längere Lagerung wie beispielsweise in der Winterpause, empfiehlt Bosch ein Ladezustand von ca. 30 bis 60 %. 

Wie lade ich meinen Akku richtig?

Die Akkus von Bosch enthalten Lithium-Ionen-Zellen und können unabhängig ihres Ladezustands beliebig kurz oder lang geladen werden – ein kurzes Zwischenladen während der Einkehr ist also problemlos möglich. Das intelligente, elektronische Bosch Batterie-Management-System (BMS) schützt Lithium-Ionen-Akkus vor zu hohen Betriebstemperaturen, Tiefenentladungen oder Überlastungen.

Wie schnell der Akku wieder vollständig geladen ist, hängt übrigens von der Restladung und dem Ladegrät ab. Wenn du diesem LINK folgst, siehst du eine genaue Übersicht der Ladezeiten mit den unterschiedlichen Chargern.

Zum Laden deiner Akkus bietet Bosch drei verschiedene Ladegeräte an:

  • Der Standard Charger ist der Allrounder unter den Ladegeräten von Bosch für den universellen Einsatz.
  • Der Compact Charger ist ein Ladegerät zum Mitnehmen und zeichnet sich durch sein verhältnismäßig kleines Packmaß aus. Gerade im Urlaub oder auf Touren, die keine Ladestationen bieten, kann der Compact Charger praktisch sein.
  • Wenn dir die Ladezeiten der beiden vorherigen Charger zu lange sind, kannst du auf den Fast Charger zurückgreifen, der die Ladezeit bei vielen Akku-Varianten fast halbiert.

Die Wartung deines E-Bikes! So pflegst du deinen Bosch Motor!

Gerade zu Beginn der Bikesaison stellen sich viele E-BikerInnen die Frage, was denn nun zu tun ist. Nun, wir geben dir eine kleine Liste mit auf den Weg:

  1. Befreie dein E-Bike von Schmutz. Im besten Fall hast du das schon gemacht, bevor das Rad in den Keller geschoben wurde. Wenn nicht, lass auf jeden Fall die Finger vom Hochdruckreiniger. Der Wasserdruck ist zu stark und es besteht die Gefahr, dass elektrische Verbindungen einen Wasserschaden erleiden oder du das notwendige Fett aus den Lagern
  2. Bevor du deinen Akku wieder lädst, empfiehlt Bosch, die Steckerpole an der Akkuhalterung zu reinigen und mit Polfett oder technischer Vaseline leicht zu fetten. Das erhöht die Leitfähigkeit und beugt Korrosionsschäden vor. Wenn die Kontaktstellen trocken sind, kannst du den Akku an die Ladestation hängen.
    a) Bosch‘s Tipp: FachhändlerInnen haben ein Testgerät, mit dem sie deine Akkukapazität auslesen können. Akkus sollten außerdem in einer trockenen Umgebung bei Raumtemperatur geladen Für kalte Frühjahrstage empfiehlt Bosch ein Kälteschutz in Form eines Akku-Neoprenschutzes.
  3. Im Fachhandel kannst du darüber hinaus einen System Check machen lassen. Mittels eines Diagnose-Tools das System ausgelesen werden. Sollte eine neue Software zur Verfügung stehen, wird diese installiert.
    a) Wartungsarbeiten sollten immer von FachhändlerInnen ausgeführt werden, andernfalls kann die Garantie erlöschen!
  4. Bremsen checken! Ein E-Bike ist schwerer als ein herkömmliches Radl, entsprechend verlängert sich der Bremsweg. Eine funktionierende Bremsanlage ist also unverzichtbar. Kontrolliere die Beläge und sollte kein Druckpunkt feststellbar sein, ist dies ein Zeichen, die Bremsanlage zu entlüften.
  5. Kette fetten: Wenn das Fahrrad lange stand, solltest du mit ein paar Tropfen Kettenfett nachhelfen. So stellst du sicher, dass die Glieder sauber laufen. Je weniger du von der Kette hörst, desto besser.
  6. Reifen aufpumpen, Profil überprüfen und Karkasse (Rand des Mantels) checken! Sollten Beschädigungen sichtbar oder das Profil abgefahren sein, ist es Zeit für einen neuen Mantel – schließlich beginnt die Saison gerade erst.
  7. Lichtanlage checken: Wer sich im Straßenverkehr bewegt, sollte von allen gesehen werden – nicht nur der eigenen Sicherheit wegen. Auf einer Testfahrt siehst du, ob die Kontakte einen Wackelkontakt haben und ob die Beleuchtungsstärke stimmt.

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