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Wenn der Berg ruft

Der Wecker klingelt um 3 Uhr morgens, die letzten Dinge wandern in den Rucksack und schnell noch einen Kaffee trinken, bevor es losgeht… jetzt steht ein unglaubliches Erlebnis bevor: Eine Skitour in die aufgehende Sonne. Wer das einmal erlebt hat, wird diesen Tag niemals vergessen. Beim Anstieg jede Muskelfaser spüren, die Anstrengung erleben, den Berg bezwingen… dann den Peak erreichen. Nach einer kurzen Erfrischung auf den Skiern fast schwerelos hinuntergleiten in die strahlende Sonne am glitzernden Schnee. Das ist Entschleunigung pur. Da schießen die Glückshormone…

Solche Erlebnisse sind wohl mit ein Grund dafür, dass Tourengehen immer mehr Fans findet. Es ist der Wechsel von Anstrengung und Genuss, von Be - und Entschleunigung und von intensivem Erleben der Natur.

Sportarzt Dr. Gerhard Handle erklärt in einem Video des Österreichischen Alpenvereins: „Skitourengehen ist ein gesunder Sport für alle. Man sollte die geplante Tour an das eigene Können und Leistungsvermögen anpassen, damit man Kraftreserven für die Abfahrt hat. Die Saison kann man gut vorbereiten mit Ausdauertraining gekoppelt mit Krafttraining. Der Sport ist aus medizinischer Sicht ein idealer Sport, um Herz-Kreislauf zu trainieren, den Bewegungsapparat in Schwung zu halten und letztlich ist er aufbauend für die Psyche. Denn was gibt es schöneres, als an einem sonnigen Tag die Natur zu genießen und in der Gruppe gemeinsam ein Ziel zu erreichen?“

Tipps für den Aufstieg

  • Um Kraft zu sparen, Ski so gut wie möglich schieben, statt anzuheben
  • Die Spitzkehrentechnik erleichtert steile Strecken: Mit Stecken gut abstützen

CHECKLISTE: so wird die Skitour zum unbeschwerten Erlebnis

Ausrüstung:

  • Felle, Stecken, aufstiegsorientierte Schuhe
  • Felle müssen genau zum Ski passen, damit sie perfekt funktionieren
  • Aufstiegshilfe, je nach Kondition und Steilheit

Ausrüstung Bekleidung

  • Zwei Paar Handschuhe
  • Mütze
  • Wind- und schneeabweisende
  • Jacke
  • Ersatzwäsche
  • Wetterfeste und warme Winterkleidung
  • Funktionsunterwäsche
  • Fleece oder Softshell Jacke
  • Warme, wasserabweisende Hose

Das Zwiebelschalenprinzip ist für viele Wintersportarten hilfreich. Das Zusammenwirken der Schichten ermöglicht, dass diese je nach Anstrengung und Temperatur variabel einsetzbar sind. Also ist es ratsam, beim Skitourengehen statt einer dicken Daunenjacke besser Funktionsunterwäsche, Shirt, dünne Fleecejacke und wind- und schneeabweisender Jacke zu tragen. Entscheidend ist, dass das Schwitzen beim Aufstieg nicht zuviel Feuchtigkeit am Körper hinterlässt, die bei der Abfahrt dann zu einer Erkältung führen kann.

Verpflegung

Wie immer am Berg, gilt natürlich auch hier: für alkoholische Getränke ist am Abend noch Zeit. Stattdessen decken Sie sich mit diesen Getränken und Imbissen ein:

  • Früchtetee, heiße isotonische Getränke, verdünnte Säfte
  • kleine Jause, Trockenobst
  • Energie-, Müsli-, Schokoriegel
  • Abfallsack
  • Zucker liefert zwar schnell Energie, allerdings ist er auch schnell aufgebraucht!

Für Notfall und Orientierung

  • Erste Hilfe-Set, Handy, Signalpfeife, kleine Taschenlampe, Multitool, Biwacksack
  • GPS-Gerät (mit Ersatzbatterien), Topographische Karte, Stirnlampe, Kompass, Fernglas

Weitere Ausrüstung

  • Rucksack (20-35l für Tagestouren, mit Hüft- und Brustgurt)
  • Stöcke (Teleskopstöcke mit Tellern)
  • Sonnenschutz: Brille, Creme, Hut (UV-Strahlung bei Schnee und Nebel nicht unterschätzen!)
  • Taschenmesser, Taschenlampe, Uhr, Skitourenhelm, ggf. Helmkamera

Touren mit Lawinenrisiko

  • Lawinenverschütten-Suchgerät (LVS, Pieps) mit frischen Batterien
  • Lawinensonde
  • Stabile Lawinenschaufel
  • Evtl. zusätzliche Lawinenausrüstung wie ABS-Rucksack etc.

Damit man auch sicher wieder daheim ankommt, sollte man ein paar einfache Regeln beachten, sagt Mag. Michael Larcher vom Österreichischen Alpenverein:

 

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