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„Retro Running“: Beim Rückwärtslaufen ist Koordination gefragt

17.08.2011

Es gibt im Sport Handlungen, die betrachten wir als logisch. Wenn wir uns etwa die Laufschuhe anziehen, ist klar: Wir laufen eine Runde – und zwar mit dem Gesicht nach vorne. Klingt schlüssig, oder? Retrorunner sehen das anders. Sie laufen rückwärts – und das ganz schön flink.

Der Begriff „Retro Running“ scheint etwas irreführend. Denn mit dem Wort „Retro“ verbinden wir laut Duden die „Nachahmung von Elementen früherer Stilrichtungen in Musik, Design oder Ähnlichem“.

„Retro Running“ ist aber keine Form des Laufens, die in früheren Zeiten schon mal betrieben wurde und jetzt wieder auflebt. Retro Running steht schlicht und einfach – dem lateinischen Wortursprung nach – für Rückwärtslaufen. Und das ist eine eigene Sportart, die immer professioneller betrieben wird.

Vierte Weltmeisterschaft für 2012 geplant
Bisher gab es bereits drei Retro-Running-Weltmeisterschaften. Die letzte fand 2010 in Kapfenberg (Steiermark) statt. Disziplinen gab es sowohl für Sprinter (ab 100 Meter), als auch für Ausdauersportler (bis 10 Kilometer). Die nächste Weltmeisterschaft ist für 2012 geplant.

Diesen Sommer hätte eine Rückwärtslauf-Europameisterschaft in Deutschland stattfinden sollen. Sie wurde aber „aus organisatorischen Gründen“ abgesagt, wie das Portal retrorunning.de meldet.

Übrigens: Der Rückwärtslauf-Weltrekord über 10.000 Meter liegt bei 40 Minuten und zwei Sekunden. Zum Vergleich: Der bisher schnellste Vorwärts-Läufer kam auf 26 Minuten und 17 Sekunden.

Was Hobbysportler beachten sollten
Hobbysportler, die sich als Rückwärtsläufer versuchen wollen, sollten es auf ebenem und abgesperrtem Gelände ausprobieren. Retro Running trainiert die Koordination und bringt Abwechslung für die Beine, weil andere Muskeln beansprucht werden als beim klassischen Laufen.

Wie Rückwärtslaufen bei Profis aussieht, zeigt dieses Video: