INTERSPORT Österreich :: Aktuell - Blog :: - Wie nützt man beim Training einen Sitzball richtig? ::
|Mehr

Wie nützt man beim Training einen Sitzball richtig?

12.08.2011

Bekannt wurde der Sitzball vor allem aus therapeutischen Gründen, denn er ermöglicht vielseitige und gelenksschonende Übungen. Doch auch immer mehr Spitzenprofis greifen auf diesen Alleskönner unter den Fitnessgeräten zurück. Die Anwendungen eines Sitzballs erstrecken sich von Stabilisations- über Kraft- bis hin zu Geschicklichkeitstraining.

Vor allem wer viel vor dem Computer sitzt, kann sich mit diesem Gummiball eine hervorragende Alternative zum Schreibtischsessel schaffen. Versuchen Sie einfach, jeden Tag zumindest eine Stunde den Ball als Sitzgelegenheit zu verwenden. Nach nur kurzer Zeit werden Sie merken, dass Sie viel entspannter und aufrechter sitzen – denn zu lümmeln wie in einem Bürosessel ist nicht möglich.

Welch großes Trainingspotenzial in einem Sitzball steckt, wollen wir anhand von drei Übungen demonstrieren:

Liegestütz können in verschiedensten Varianten ausgeführt werden. Als Anfänger legt man sich den Ball gegen die Wand, damit er nicht wegrollen kann. Dann stützt man sich mit den Händen auf dem Ball ab und beginnt die Ellenbogen langsam zu beugen und wieder zu strecken. Fortgeschrittene Trainierer verzichten auf die Stütze durch die Wand und machen ebenfalls die beschriebene Übung – Sie werden merken, wie viel Stabilisationsarbeit die Muskulatur leisten muss. Echte Könner stützen sich mit den Zehen am Ball und mit den Händen am Boden ab.

Für die Gesäß- und Rumpfmuskulatur ist diese Übung sehr effizient: Man legt sich mit dem Rücken auf den Boden, die Waden liegen auf der Vorderseite des Balls. Anfänger können sich zusätzlich mit den Armen seitlich auf dem Boden abstützen. Nun das Becken so weit heben, bis Oberkörper und Oberschenkel eine Linie bilden. Fortgeschrittene verschränken die Arme vor der Brust.

Die Bauchmuskeln trainiert man, wenn man sich mit dem Rücken auf den Ball legt, den Kopf nach unten hängen lässt und die Beine auf den Boden stellt. Aus dieser Position versucht man, sich so weit aufzurollen, bis man sitzt, und sich dann wieder abzurollen. Die Fingerspitzen sollten an den Ohren liegen und die Ellenbogen nach außen gedreht sein. Da die gesamte Bauchmuskulatur beansprucht wird, genügen bei dieser Übung wenige Wiederholungen.