INTERSPORT Österreich :: Aktuell - Blog :: - Lauter als Presslufthammer: Die Schreie der Tennisspielerinnen ::
|Mehr

Lauter als Presslufthammer: Die Schreie der Tennisspielerinnen

10.08.2011

Wenn’s beim Tennis spannend wird, sind die Zuschauer mucksmäuschenstill. Im Gegensatz zu den Sportlern am Feld. Ihre Schreie, die mit dem Schlag auf den Ball einher gehen, erreichen Lautstärken, die sonst bei Presslufthämmern gemessen werden. Frauen sind in dieser Disziplin übrigens um einiges besser als Männer.

Als lauteste Tennisspielerin gilt die Portugiesin Michelle Larcher de Brito. Sie schreit während eines Matches mit bis zu 109 Dezibel, ergaben Messungen. Zum Vergleich: Ein Presslufthammer erzeugt 100 Dezibel, ein startender Düsenjet in hundert Meter Entfernung 125 dB.

Was viele Zuschauer amüsiert, sehen die Sportlerinnen als Möglichkeit, Energie besser zu kanalisieren. Der Direktor des weltbekannten Tennisturniers in Wimbledon, Ian Ritchie, hält das Stöhnen der Spielerinnen für ein Erziehungsproblem in der Ausbildung. Er erhält immer wieder Beschwerden von genervten Tennis-Fans.

Studie: Schreiende Spieler irritieren Gegner
Laut einer Studie verschaffen sich Spieler mit lauten Schreien einen Vorteil. Um das zu zeigen, wurden Studenten der University of British Columbia Tennisvideos vorgespielt. Sie mussten dabei einschätzen, in welche Richtung der Ball geschlagen wird. Wurden die Spielzüge von einem 60 Dezibel lauten Geräusch begleitet, reagierten die Testpersonen langsamer und machten mehr Fehler.

Auf Internet-Plattformen wie YouTube sind Videos von besonders lauten Matches jedenfalls ein Klickmagnet. Hier einige Beispiele:

Michelle Larcher de Brito in Action…


Victoria Azarenka and Caroline Wozniacki: Akustischer Höhepunkt bei 1:26


Roger Federer schreit „Come on“