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Brauchen Frauen tatsächlich andere Laufschuhe als Männer?

20.05.2011

Viel zu selten wird über die anatomischen Besonderheiten der Frau bezüglich des Laufens nachgedacht. Dabei treten zwei entscheidende Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Bewegungsapparat auf.

Zum einen ist der Fuß der Frau nicht einfach ein kleinerer Männerfuß. Er ist an der Ferse schmaler, in sich kürzer und vor allem im Vorfuß breiter als ein männlicher Fuß. Zum anderen ist die Stützphase bei Frauen anders, denn sie haben eine stärkere Pronation (Nach-innen-Knicken des Fußes) als Männer. Dies entsteht durch die breitere Hüftstellung der Frau.

Daher ergeben sich andere Anforderungen an den Damenlaufschuh. Er sollte an der Ferse schmaler und im Bereich des Vorfußes breiter sein. Weiters sollte er auf der Fußinnenseite mehr Stütze geben und Eigenheiten beim Fersendruck, der Zehenführung und der Abrollbewegung berücksichtigen.

Mittlerweile haben alle bekannten Marken eigene Damenlaufschuhe im Programm, die nach speziell abgestimmten Leisten gefertigt sind. So weisen die meisten Damenschuhe eine höhere Sprengung auf, d. h. die Ferse ist etwas höher gestellt. Somit wird der Körperschwerpunkt nach vorne verlagert und die Abrollbewegung wesentlich unterstützt. Die Damenmodelle haben auch ein geringeres Gewicht, weil Frauen weniger wiegen als Männer und somit weniger Dämpfung benötigen.

Dennoch kommt es bei den Laufschuhen immer auf die Passform an, die an die individuellen Bedürfnisse und Fehlstellungen der Läuferin angepasst sein soll.