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Pilgern: Eine alte Tradition wird zum Trend

31.03.2011

Der Alltag vieler Menschen ist von Hektik und ständigem Verfügbarsein gekennzeichnet. Immer mehr Stressgeplagte gönnen sich deshalb eine Auszeit. Als gute Möglichkeit zur Erholung und „Entschleunigung“ gilt das Pilgern. Oft wird auf dem Jakobsweg gewandert. Er ist die bekannteste von vielen Pilgerrouten.

Die alte Tradition des Pilgerns entwickelt sich im 21. Jahrhundert immer mehr zum Trend. Auf der berühmtesten Pilgerroute, dem Jakobsweg , sind jedes Jahr mehr als 100.000 Menschen zu Fuß unterwegs. Im Jahr 2010 waren es sogar 274.000.

Spätestens der Bestseller „Ich bin dann mal weg“ des deutschen Entertainers Hape Kerkeling hat 2006 eine breite Öffentlichkeit auf das Thema Pilgern aufmerksam gemacht. In dem Buch schildert er seine Erlebnisse während der Pilgerreise nach Santiago de Compostela in Spanien.

Was Pilgern im 21. Jahrhundert so faszinierend macht, ist der Lebenswandel, dem man sich unterzieht. Weg vom durchgeplanten Alltag, hin zur mehrwöchigen Wandertour mit jedem Tag nur einem Ziel: die nächste Herberge. Wer den Jakobsweg ab der spanischen Grenze durchwandert, sollte sich etwa fünf Wochen Zeit nehmen. So lautet eine allgemeine Empfehlung. Gut drei Monate sollten eingeplant werden, wenn man von Österreich Richtung Spanien losstartet.

Doch nicht nur auf dem Jakobsweg wird gepilgert. Keinesfalls unterschätzten sollte man die Vielfalt an Pilgerwegen auf der ganzen Welt. Auch in Österreich gibt es ein dichtes Netz an Pilgerwegen.

Pilgerwege sind übrigens Bestandteil aller großen Weltreligionen. Im Islam ist etwa der Weg von Mekka nach Medina eine wichtige Route.