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ISPO München: Die Weltmeisterschaft der Sportartikelhersteller

10.02.2011

Die Sportwelt blickt derzeit nicht nur nach Garmisch-Partenkirchen zur Ski-WM. Keine 100 Kilometer weiter nördlich, in München, haben in den vergangenen Tagen mehr als 2200 Aussteller bei der ISPO-Sportfachmesse die Trends des kommenden Jahres präsentiert. Der Intersport-Blog war mittendrin.

„Wir treffen uns beim Eingang.“ So eine Verabredung löst bei der weltgrößten Sportfachmesse ISPO in München Verwirrung aus. Welche der 16 (!) Hallen ist gemeint? Vielleicht einer der vier Hauptzugänge West, Nordwest, Nord oder Ost? Direkt an der Tür oder etwas abseits der Besuchermassen? Ein klärendes Telefonat lässt sich nicht vermeiden. Bei auf vier Tage verteilt mehr als 80.000 Besuchern kann es auch passieren, dass man nur fünf Meter voneinander entfernt steht und sich trotzdem nicht sieht.


An den vier ISPO-Tagen kamen mehr als 80.000 Besucher zur Messe München.



100.000 Quadratmeter Sport-Trends

2267 Aussteller aus der Sportbranche und Besucher aus 106 Ländern waren von vergangenem Sonntag bis gestern, Mittwoch, am Münchner Messegelände zu Gast. Sie zeigten auf mehr als 100.000 Quadratmetern neue Produkte und innovative Technologien aus den Bereichen Sport, Bewegung und Lifestyle. „Die ISPO hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Insbesondere der sensationelle Besucherzuwachs macht die überragende Bedeutung der ISPO im internationalen Sport-Business deutlich“, sagt Messechef Klaus Dittrich. Heuer kamen um 25 Prozent mehr Besucher als im Vorjahr.

Ski-Hersteller „rockten“ die ISPO
Vor allem Wintersportlern bot sich die Gelegenheit, einen Blick in die nahe Zukunft ihres Lieblingssports zu werfen. Die großen Ski-Hersteller rockten die Halle A4. Das taten sie aber nicht mit Musik, sondern mit einer Ski-Technologie, die der Intersport-Blog bereits vergangenen November vorgestellt hatte. Die Wölbung der Rocker-Ski verkleinert die Kontaktfläche mit der Piste. Das bedeutet: Die Bretteln lassen sich leichter drehen. Ein großer Vorteil in Funparks und abseits der Piste. Die auffälligste Änderung sehen aber auch Nicht-Skifahrer auf den ersten Blick: das völlig neue Design. Skier werden zu regelrechten Kunstobjekten und bekommen knallige Farben und Muster verpasst.


Beim Intersport-Stand war der Rocker-Skitechnologie ein eigener Bereich gewidmet.



Skibekleidung: Etwas fürs Auge

Was bei der Skibekleidung auffällt? Sie präsentiert sich nicht nur funktionell, sondern auch modisch. Zugegeben: Dieser Satz hätte auch im Vorjahr gegolten. Die Hersteller haben aber nochmals nachgelegt. Das bedeutet: Skibekleidung wird figurbetonter. Modefarben haben große Bedeutung. Die Hochtechnologie, die in den Textilien steckt, erkennt man erst auf den zweiten Blick.

Kurioses aus der ganzen Welt

Abseits der großen Hersteller versteckten sich bei der ISPO auch einige kuriose Innovationen: Ein französisch-sprachiger Aussteller hatte für all jene, die sich kein teures Wohnmobil leisten möchten, eine kompakte und günstige Alternative: Eine Box um 6.000 Euro, die nachts zum Bett im Kofferraum wird und tagsüber als Spülbecken oder sogar als Dusche genutzt werden kann. Ebenfalls gesehen: Eine neuartiger Mix aus Squash und Tennis, bei dem sich die vier Spieler in einem verglasten, runden Spielfeld befinden.

Was der Intersport-Blog bei diesem Messebuch leider verabsäumt hat? Einen Schrittzähler mitzunehmen. Denn die 10.000 Schritte, die ein Mensch pro Tag gehen sollte um fit zu bleiben, haben wir jedenfalls um ein Vielfaches überschritten. Fragt sich nur um wie viel…


Übrigens: Die ISPO im nächsten Jahr findet vom 29. Jänner bis 01. Februar statt.


Fotos dieser Seite: Messe München GmbH



Fotogalerie: Mit der Handykamera bei der ISPO 2011 unterwegs.