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Zwei Skibergsteigerinnen erzählen von ihrem Lieblingssport

13.01.2011

Egal auf welchem Leistungsniveau – was Profi- und Hobby-Athleten verbindet ist die Liebe zu ihrem Sport. Zwei Skibergsteigerinnen – eine Profi- und eine Hobby-Sportlerin – erzählen heute im Intersport-Blog über Ziele, Motivation und die warme Ofenbank, die im Winter lockt.

Das ist die eine Seite: Schneegestöber in der Tiroler Bergwelt – ein kleiner Lichtkegel, ausgehend von einer Athletin mit Stirnlampe, kämpft sich in der Dunkelheit in Richtung Gipfel.
Das ist die andere Seite: Ein sonniger Wintertag im Salzkammergut – eine Skitourengeherin genießt den Ausblick auf dem Dachsteinplateau.
Zwei Sportlerinnen, zwei Charaktere. Auf den ersten Blick völlig unterschiedlich. Bei genauerem Betrachten hingegen, trifft man doch auf viele Ähnlichkeiten.
Die Rede ist von der Tiroler Nationalkaderathletin im Wettkampf-Skibergsteigen, Veronika Swidrak, und der oberösterreichischen Freizeitskibergsteigerin Ingrid Urstöger. Für beide Damen ist Skibergsteigen ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, wenn auch mit unterschiedlichem Zugang.

 

„Ich bin einfach ein Ausdauerfreak,
der sich am liebsten in der Natur bewegt.“

Veronika Swidrak
Wettkampf-Skibergsteigerin


Veronika Swidrak: seit 14 Jahren Wettkämpferin

Vroni Swidrak aus Radfeld ist Mitglied der Nationalmannschaft im Wettkampf-Skibergsteigen. Seit 14 Jahren bestreitet die 37-jährige Polizistin Wettkämpfe im Skibergsteigen. „ Ausschlaggebend für mich war sicher der sanfte Bewegungsablauf. Damit hatte ich eine Sportart für mich entdeckt, die ich ohne körperliche Beschwerden im alpinen Gelände intensiv betreiben kann.“
Dabei ist nicht bloß die Teilnahme an Wettkämpfen Vronis Motivation: „Ich bin einfach ein Ausdauerfreak, der sich am liebsten in der Natur bewegt.“
Vroni Swidraks Meinung, dass auch der Freizeitsport erst durch Herausforderungen richtig interessant wird, teilt Ingrid Urstöger aus Bad Goisern.

 

„Seit ich denken kann, sind die Freude an der körperlichen Bewegung und das Gefühl des Wohlbefindens das Wichtigste für mich.“

Ingrid Urstöger
Hobby-Skibergsteigerin


Ingrid Urstöger: Die erste Skitour mit neun Jahren
Schon mit neun Jahren hat die 51-jährige Skilehrerin und Hausfrau ihre erste Skitour unternommen. Dennoch relativiert sie den Wettbewerbsgedanken: „Seit ich denken kann, sind die Freude an der körperlichen Bewegung und das Gefühl des Wohlbefindens das Wichtigste für mich.“


„Ab und zu werde ich für verrückt erklärt“
Frage an Vroni, die Wettkämpferin: Warum hetzt sie den Berg hinauf, anstatt den Aufstieg zu genießen? „Der Ehrgeiz, meist sich selbst gegenüber, spielt hier sicher eine Rolle, weil man sich einfach eine bestimmte Grundkondition erhalten will und diese durch die Teilnahme überprüft.“ Nachsatz: „Ab und zu werde ich für verrückt erklärt, das geht schon in Ordnung – jeder hat eben so seinen Vogel.“
Bei aller Liebe zum Skibergsteigen: Was tun, wenn der innere Schweinehund seinen Winterschlaf unterbricht? Für Ingrid ist es in solchen Fällen kein Problem, sich zu Hause auch einmal vor den warmen Ofen zu setzen. Vroni zwingt sich hingegen auch in solchen Situationen noch zum Training, stets mit dem Ziel vor Augen, im Wettkampf den Lohn für diese Härte zu bekommen.


Faszination Skibergsteigen
Einig sind sich beide, dass Skibergsteigen immer beliebter wird. „ Man beobachtet immer mehr Einsteiger, die am Pistenrand aufsteigen.“ Auch Vroni kennt den Trend, weiß aber vor allem um die Gefahren Bescheid: „Für Touren auf der Piste ist es wichtig, immer am Pistenrand aufzusteigen und speziell in der Nacht auf die Pistengeräte mit Seilwinden zu achten.“
Veronika Swidrak und Ingrid Urstöger - zwei unterschiedliche Charaktere, die sich in einer Sache einig sind: „Es gibt im Winter nichts Faszinierenderes als Skibergsteigen!“ Bei Skitourenrennen wünschen sich beide mehr Teilnehmer aus dem Hobbysportbereich. Die Wettkämpfe seien derzeit noch stark von Leistungssportlern dominiert.


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