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Was ist bei Tourenskiern zu beachten?

05.01.2011

Skitourengehen ist eine Gewichtsfrage. Daher wiegen etwa die speziellen Skier, Schuhe und Bindungen deutlich weniger als herkömmliche Alpin-Utensilien. Zu beachten: Ein ganz leichter Ski und leichte Schuhe sind beim Aufstieg ein Vorteil, bei der Abfahrt ist ein schwererer Ski aber stabiler. Der Kompromiss macht es aus.

Ein Tourenski muss bei allen Schneeverhältnissen gut funktionieren. Er soll im Tiefschnee guten Auftrieb, bei hartem Schnee und vereisten Pisten guten Halt bieten und im verspurten Gelände einfach zu fahren sein. Moderne Tourencarver vereinen diese Eigenschaften. Somit ist es z. B. ohne weiteres möglich, mit einem guten Tourenski einmal einen Pistentag einzulegen.

Eine Tourenbindung unterscheidet sich nicht nur durch das Gewicht von einer Alpinbindung. Denn sie lässt sich einerseits für den Aufstieg entriegeln und ermöglicht so kraftschonendes Bergaufgehen. Andererseits muss sie auch wieder fixierbar sein, um damit abfahren zu können. Zusätzlich verfügen Tourenbindungen über eine Steighilfe, die den Aufstieg in steilem Gelände wesentlich erleichtert.

Die Tourenbindungen sind kompatibel mit allen gängigen Tourenskischuhen und von der Bedienung mit einer Alpinbindung vergleichbar. Dynafit-Bindungen benötigen eine spezielle Bindungsaufnahme am vorderen Schuhabsatz und verlangen etwas Übung beim Einstieg in die Bindung.

Damit man beim Bergaufgehen nicht dauernd ausrutscht, sind Steigfelle notwendig, die von der Skispitze bis zum Ende über den Belag aufgeklebt werden. Da praktisch alle Tourenskier mehr oder weniger stark tailliert sind, gibt es entsprechend zugeschnittene Carving-Felle. Die Steighilfen sind entweder aus Kunststoff, aus Mohair oder aus einer Kombination der beiden Materialien gefertigt. Mohairfelle gleiten besser, sind dafür aber teurer als Kunststofffelle.

Ebenfalls zu empfehlen sind Teleskopstöcke. Diese kann man schnell verkleinern und mittels einer Halterung am Rucksack befestigen – das braucht man vor allem bei Kletterstücken. Dazu sollte man am Rucksack auch die Skier fixieren können. Im Inneren sollte sich immer folgende Notfallausrüstung befinden: ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), das auch als Lawinenpiepserl geläufig ist, eine Schaufel und eine Sonde.

Besonders nützlich sind wasserdichte Rucksäcke. Und mancher Rucksack beherbergt sogar einen Rettungsfallschirm: einen Airbag für Tourengeher. Spürt man, dass ein Schneebrett abgeht, löst man mit einem Griff das Aufblasen aus und "schwimmt" auf der Lawine – aber das wollen wir uns gar nicht näher vorstellen.