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Schon mal was von der „Rocker“-Skitechnologie gehört?

10.11.2010

Die meisten Leute denken beim Begriff „Rocker“ wohl zuerst an Musik und nicht an Sport. Ski-Fans wird dieser Ausdruck aber noch öfter zu Ohren kommen. Der „Rocker“-Ski wurde für all jene entwickelt, die gern abseits der Piste unterwegs sind. Was diese Technologie genau kann, erklärt der Intersport-Blog.

Bei der Auswahl eines Skimodells entscheiden Hobbysportler meist nach Länge, Breite, Taillierung und Radius. Mindestens so wichtig ist der „Camber“ (engl., Wölbung), also das seitliche Profil eines Skis. Je nach Einsatzgebiet (präparierte, harte Piste, Tiefschnee, Pulver, Funpark…) gibt es unterschiedliche Profile, die über Stabilität und Fahrspaß entscheiden.



Bei Skiern sind es die Details, die das Fahrverhalten ausmachen. Das zeigt ein genauerer Blick auf das seitliche Profil. Skier haben eine leichte Wölbung (auch Vorspannung genannt) und liegen somit nicht mit der gesamten Kantenlänge auf der Piste auf (siehe Grafik). Das Fahrverhalten hängt davon ab, an welchem Punkt des Skis (hinten und vorne) die Kante bei voller Belastung greift. Diese zwei Kontaktpunkte haben Einfluß auf die Kantenlänge und folglich auf die Kraftübertragung auf die Piste.

Ski-Modelle mit einem „Rocker“-Camber haben den Anfang- und Endpunkt der Wölbung näher beisammen als jene mit einer klassischen Vorspannung („Traditional Camber“). Damit ist die „ Rocker-Technologie vor allem für weiche Untergründe abseits der Piste und für Twintip Ski (diese Skier sind vorne und hinten aufgebogen, im Funpark vorteilhaft) geeignet, weil die kürzere Kontaktfläche mit dem Untergrund mehr Auftrieb und mehr Drehfreudigkeit bewirkt. Auf harten präparierten Pisten ist ein Rocker allerdings schwieriger zu kontrollieren. Die Kanten, die beim Fahren in der Kurve eingesetzt werden, sind kürzer. Der Ski ist unruhiger und weniger spurtreu.

Der Adaptive Camber versucht die Vorteile von Rocker und Traditional zu vereinen und eignet sich für jene Sportler, die sowohl gerne auf der Piste, als auch im Gelände ihre Schwünge ziehen.

Tipp vom Profi an Hobby-Sportler: Vor dem Kauf genau überlegen wo der Ski eingesetzt wird (vorrangig auf der Piste, sowohl auf als auch abseits der Piste, nur im unverspurten Pulver, im Funpark usw.) Nur dann kann die jeweilige Konstruktion all ihre Vorteile ausspielen.