INTERSPORT Österreich :: Aktuell - Blog :: - Nur wer auf die Skibindung achtet, fährt sicher ::
|Mehr

Nur wer auf die Skibindung achtet, fährt sicher

11.11.2013

Am Beginn der Skisaison warten alle darauf, endlich mit den Brettern auf die Pisten losgelassen zu werden. Doch halt! Ein Service-Check ist unverzichtbar. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Skibindung. Warum der Profi beim Skiservice darauf achtet und die Bindung ein so wichtiges Sicherheitsthema ist, erklärt Intersport-Coach Michael Nendwich.

Bevor es wieder auf die Piste geht, gilt es eine kleine Checkliste abzuarbeiten. Ganz oben sollte ein großes Skiservice stehen. Neben dem Schleifen der Kanten und dem Wachsen des Belags darf auf das korrekte Einstellen der Skibindung nicht vergessen werden. Bevor man dabei aber selbst Hand anlegt, sollte man auf die Erfahrung der Intersport-Coaches zurückgreifen. Nur so ist die Sicherheit beim Carven, Powdern und Wedeln gewährleistet. Michael Nendwich verrät, wieso:

  • Die Skibindung muss zum Beginn der Skisaison unbedingt nachjustiert werden - wer die Bedienungsanleitung gelesen hat, der weiß, dass sie mindestens einmal immer Jahr überprüft werden muss. Für Vielfahrer gilt: Alle 15-30 Skitage die Bindung elektronisch checken lassen! Nur so kann die einwandfreie Funktion der mechanischen Teile garantiert werden.

  • Gerade bei der Skibindung sollte man sich dieser Sicherheits- und Qualitätsüberprüfung bewusst sein. Als Denkstütze gibt es in vielen Intersport-Shops nach dem Service ein Prüfsiegel - das hilft natürlich dabei, die Sache mit dem Skiservice im Kopf zu behalten.

  • Beim Einstellen der Bindung werden alle funktionellen Teile und die Einstellskala überprüft. Greift die Sohlenlängenanpassung, ist der Anpressdruck justierbar? Das alles passiert in einem zweistufigen Verfahren: Erst ein visueller Check, danach die elektronische Überprüfung. Nur so kann festgestellt werden, in welchem Zustand die Feder in der Bindung ist und bei welchem Drehmoment die Bindung auslöst. Nur die „ Z-Zahl“ (für das Einstellen der Bindung maßgeblich, setzt sich aus fünf Faktoren zusammen) zu wissen, reicht nicht.

  • Das „Ablaufdatum“ einer Skibindung ist aufgrund ihrer Komponenten (Kunststoff, Metall) schwer zu bestimmen. Im Normalfall hält eine Bindung bis zu 10 Jahre - abhängig von Gebrauch, UV-Einstrahlung und Temperaturwechsel. Aber: Wenn die Bindung eingestellt wurde und sie der elektronischen Überprüfung standhält, dann ist sie in Ordnung.

  • Bei der Einstellung sind vor allem drei Dinge wichtig: Die richtige „Z-Zahl“, die korrekte Sohlenlänge und der Anpressdruck. Aufgrund der Vielzahl von Systemen, die die unterschiedlichen Hersteller anbieten, ist es für den Laien nicht möglich, die Skibindung richtig einzustellen. Die elektronische Überprüfung ist günstig, lohnt sich und dauert nur etwa zehn Minuten!

  • Studien belegen: Wenn die Bindung richtig eingestellt ist, dann reduziert sich das Risiko von Knieverletzungen.

  • Ein letzter, wichtiger Tipp im Voraus: Nach dem Ende der Skisaison unbedingt die Z-Zahl auf den niedrigsten Wert stellen - so wird die Feder in der Bindung geschont. Vor dem nächsten Winter dann einfach beim Händler neu einstellen lassen.

Michael Nendwich ist Inhaber von INTERSPORT Ötscher und Geschäftsführer des Verbandes der Sportartikelerzeuger und Sportausrüster Österreichs (VSSÖ).


Weitere Beiträge zum Thema


Pistenpanorama: Winter Openings im Überblick

Start der Skisaison: Das neue Wintermagazin ist da!


Sie haben Tipps oder Anregungen? Unser Blog-Autor michael.vielhaber_(a)_intersport.at freut sich über Nachricht!