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"Daumensport" hat wieder Saison

08.10.2013

Einmal im Jahr wird das Wiener Rathaus zu „Game City“. Österreichs größtes Gaming-Event begeisterte die Besucher drei Tage lang bei freiem Eintritt. Der Intersport-Blog mischte sich unter die faszinierten „Daumensportler“, testete ausführlich den Mega-Blockbuster „FIFA 14“ auf der Xbox 360 und sprach mit Martin Lorber, dem Experten für digitale Spielkultur bei Electronic Arts.

Knapp 70.000 Besucher strömten Ende September zur 7. Ausgabe der " Game City " ins Wiener Rathaus, um die neuesten Videospiele, Trends und Konsolen abzuchecken. Tatsächlich durften sich die Veranstalter mit gleich zwei großen Weltpremieren rühmen: Sowohl die Sony Playstation 4 als auch die Xbox One gab's an diesem Wochenende Ende September erstmals für Otto Normalbürger zum Anfassen und Testen. Erste Eindrücke gibt's unter anderem in diesem Video:


Auch das erfolgreichste Videospiel Europas, die FIFA-Reihe von EA Sports feierte bei der "Game City" die Geburtsstunde seiner neuesten Auflage. Der Intersport-Blog hat das Spiel bereits ausführlich auf der Xbox 360 getestet und für ausgezeichnet befunden. Natürlich ging das mit der stundenlangen Diskussion einher, ob FIFA 14 oder Pro Evolution Soccer das bessere Fußballspiel ist - wir lösen das diplomatisch und lassen diese Frage das "Der Standard"-Webportal beantworten: " FIFA 14: Das beste Fußballspiel ohne große Innovationen " - der Titel von EA SPORTS hat aber nicht nur geniale neue Features zu bieten, es ist auch die Basis für den FIFA Interactive World Cup , bei dem man sich fürs Finale in Rio de Janeiro, Brasilien qualifizieren kann!


Das besondere an der "Game City" ist neben die unzähligen Spielepremieren auch die Art der Präsentation. So gab's vor allem im Outdoor-Bereich des Events im und um das Wiener Rathaus jede Menge Möglichkeiten, nicht nur die Hände schwitzen zu lassen. Ob beim Tanzen oder gegen echte Sportprofis: Die Action gab's nicht nur auf den Bildschirmen! Der Sportmedienverlag etwa lockte die Besucher mit einem genialen Crossover: Ob Basketball, Eishockey, Baseball oder Football - erst durften die Besucher gegen Leistungssportler auf der Xbox zocken, unmittelbar danach durften sie sich im echten Leben den Profis stellen!


Wohin entwickelt man Sportspiele, Herr Lorber?

Der Intersport-Blog hat bei der "Game City" Martin Lorber getroffen. Der Experte von Electronic Arts widmet sein Leben der digitalen Spielkultur.




Intersport-Blog: Wohin geht die Entwicklung bei Sportspielen, liegt der Schwerpunkt auch in Zukunft auf der möglichst realistischen Darstellung?

Martin Lorber: Gerade bei Sportspielen gibt es so viele verschiedene Herangehensweisen. Aber ja, viele Spiele haben den Anspruch, die reale Sportwelt wiederzugeben und diese möglichst authentisch darzustellen. Die Erfahrung, die man beim Fußball oder beim Basketball macht, soll man möglichst realistisch nachempfinden können. Spieler und Trainer machen im echten Leben ja auch Fehler, natürlich muss ein gutes Spiel das transportieren.

Die "Game City" zielt ja eher auf die jüngere Zielgruppe ab. Was wird auf dem Videospielsektor für ältere Semester geboten?

Das hat sich längst ausgeweitet. Das Durchschnittsalter des Videospielers liegt inzwischen bei 32 Jahren, die größte Altersgruppe in absoluten Zahlen ist bei den 40- bis 50-Jährigen und in der Gruppe 50 plus. Jeder zockt und Sportspiele spielen da eine besondere Rolle, das ist längst zu einer Community-Geschichte geworden. Ein 40-Jähriger wird sich ja nicht zu einem 14-Jährigen in den Jugendclub setzen.

Welches Spiel läuft bei Ihnen zuhause am häufigsten?

Ganz klar FIFA, weil mein 11-jähriger Sohn das natürlich ständig spielen will. Gemeinsam macht das natürlich extrem viel Spaß. Ich selbst bin meilenweit davon entfernt, alle Knöpfe und Tastenkombinationen perfekt zu beherrschen, aber gegen meinen Sohn habe ich ohnehin keine Chance. Im echten Leben könnte ich aber auch nicht mehr als Laufen, Passen und Schießen.

Kennen Sie einen besseren Weg für einen Fußballfan, um die Zeit mit seiner Lieblingsmannschaft bis zum nächsten Bundesligaspiel zu überbrücken?

Nein, denn gerade ein Titel wie FIFA hat ja wahnsinnig viel mit den Live-Übertragungen im TV zu tun - nur, dass ich im Videospiel alles steuern und wiederholen kann. Von der technischen Warte aus gesprochen, muss man sagen, dass der Umgang mit einem Controller ist eine Kulturtechnik geworden - wer das einmal gelernt hat, der verlernt es nicht mehr.

Wer lieber draußen an der frischen Luft ist und auch gerne den Großstadtdschungel entdeckt, der ist in Wien derzeit sowieso bestens aufgehoben. Die Stadt Wien baut derzeit auf sieben Arealen neue Stadtteile . Da könnte man direkt auf die Idee kommen, die Stadt und ihre neue Architektur mit der Straßenkarte zu erlaufen... und wer von außerhalb kommt, dem empfiehlt der Intersport-Blog dafür einen Aufenthalt im nagelneuen JUFA Wien City , das mit entspanntem Ambiente und fairen Preisen punktet.


Sie haben Tipps oder Anregungen? Unser Blog-Autor michael.vielhaber_(a)_intersport.at freut sich über Nachricht!