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Mehr als der neue Fitness-Hype: „Functional Trainer“

27.07.2015

Der „Functional Trainer“ von Energetics sieht vielleicht unscheinbar aus, aber das schwarze „Wunderding“ hat es in sich: Der Intersport-Blog sprach mit dem Sportwissenschafter Thomas Bubla über die Einsatzgebiete, Tipps für Anfänger und die Vorteile des neuartigen Trainingsgeräts. Es soll gleichzeitig Kraft Koordination und Beweglichkeit stärken - aber wie und warum?

 

 

 

Intersport: Wie funktioniert der Functional Trainer und ist das mehr als nur ein Trend?

Thomas Bubla: Dieses Trainingsgerät kann man überall mitnehmen und dementsprechend überall aufhängen. Man kann also die unterschiedlichsten Übungen für alle Muskelgruppen machen. Im Gegensatz zu klassischen Geräten im Fitnessstudio, auf denen man isoliert einen Muskel trainiert, gibt dir der Functional Trainer keine geführte Bewegungsebene vor. Durch die Instabilität musst du die Bewegungsebene über die eigene Muskulatur steuern.

Brauche ich dazu einen Trainer, der mich anleitet oder eine zweite Person, die mir hilft?

Das Training ist auf geführten Geräten einfacher, weil man damit nicht so viel falsch machen kann. Wenn man über eine gewisse Trainingserfahrung verfügt, wird man mit dem Functional Trainer natürlich viel mehr Übungen durchführen können – habe ich diese Erfahrung aber nicht, dann werde ich mit damit weniger anfangen können. Aber das ist alles eine Sache der Übung. Einem Trainingsanfänger würde ich jedenfalls empfehlen, dass er auf dem Functional Trainer zwei bis drei Stunden mit jemandem trainiert, der sich auskennt und ihn unterstützt.

Für welche Trainingsart eignet sich dieses Wunderding?

Man kann es für alle Altersklassen verwenden, weil man mit diesem Gerät sehr gut variieren kann. Wenn ich mit dem Functional Trainer einen Liegestütz mache, dann kann ich den Hebel über die Intensität variieren. Das heißt: Jemand, der gut trainiert ist, stellt sich flacher hin, ältere Menschen hingegen werden es in einem steilen Winkel tun - so hat er weniger Hebel aber dennoch den vollen Effekt der Instabilität.

Für wen eignet sich dieses Training?

Wenn ich es richtig steuere, dann ist es für jedes Alter geeignet. Das geht für 65 Jährige genauso wie für einen 18-jährigen Leistungssportler. Je nachdem, wie ich die Standposition und die Übung wähle. Aber da gehört eine gewisse Erfahrung dazu. Deshalb ist es ratsam, sich zwei bis drei Trainerstunden zu nehmen und die Übungen unter professioneller Anleitung zu lernen. Dann kann man mit dem Functional Trainer auch zuhause effektiv trainieren.

Wie oft kann und soll man damit trainieren?

Das ist von der individuellen Leistungsfähigkeit und dem Trainingszustand abhängig. Vom Umfang her ist es nicht anders zu planen als Krafttraining. Aber: Jemand, der noch nie Krafttraining gemacht hat, kann mit dem Functional Trainer auf Anhieb viele Übungen machen, wird aber am Anfang auch mit zwei Trainings schon einen Leistungszuwachs haben.

Leistungszuwachs bedeutet Muskelkater?

Nicht unbedingt, sondern Kraftzunahme und einen gewissen Muskelaufbau. Wenn jemand mit dem Training gerade erst beginnt, dann darf man denjenigen auf keinen Fall mit fünf oder sechs Einheiten pro Woche traktieren. Der Bewegungsapparat braucht einfach eine gewisse Zeit, um sich an diese Reize anzupassen.

Und was ist der Schlüssel zum Erfolg?

Das ist sicher unabhängig von einem einzelnen Gerät. Das hängt von der Person ab. Wer will, kann auch mit geräteunabhängigem Training Erfolge erzielen. Aber der Functional Trainer ist garantiert eine bessere Art des Trainings als die klassischen Geräte im Fitness Center. Es ist ja unlogisch, dass ich mich – wenn ich den ganzen Tag im Büro sitze – am Abend auch noch im Studio auf ein Gerät setze. Das Problem habe ich mit dem Functional Trainer sicher nicht, denn da muss ich bei allen Übungen selbst Körperspannung aufbauen. Fast alle Übungen sind in Stütz- oder Standposition - das auch ein riesiger Vorteil!

 

Thomas Bubla (33) ist Sportwissenschafter und seit Jänner 2012 Mitinhaber des Wiener Fitnessstudios First Floor . In jungen Jahren war Thomas als semiprofessioneller Fourcrosser im Mountainbike-Weltcup unterwegs, heute jagt er mit dem Bike über Trails im Wienerwald und im Winter auf zwei Brettern über Skipisten.

 

 

Den Functional Trainer von Energetics gibt’s jetzt exklusiv bei Intersport!

 

 


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