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Warum Spinat stark macht und Magnesium kein Krampf-Allheilmittel ist

22.02.2013

Sport und gesunde Ernährung – wenn es darum geht, die Lebensqualität zu verbessern und Laster zu beseitigen, kommt man an diesen beiden Themen nicht vorbei. Wer genauer wissen möchte, wie viel Sport am gesündesten und welche Ernährung die beste ist, taucht in eine Welt voller Weisheiten, Mythen und Meinungen ein, die sich häufig widersprechen. Hier sind die „Top 5“ der Ernährungsirrtümer von Freizeitsportlern.

Spinat macht stark, Spinat macht nicht stark,…

Spinat ist in der Gerüchteküche das meistverarbeitete Gemüse: Er erhielt aufgrund eines Messirrtums im 19. Jahrhundert den Ruf, einen extrem hohen Anteil des Spurenelements Eisen zu besitzen.

Im 20. Jahrhundert motivierte die Comic-Figur Popeye Millionen minderjährige Spinathasser, das ungeliebte Gemüse doch zu essen, um die Muskeln zu stählen. Denn Eisen war zu Recht als wichtiges Spurenelement für den Sauerstofftransport im Körper bekannt, das den Muskeln bei der Arbeit hilft.

Dann wurde der Fehler aus dem 19. Jahrhundert aufgedeckt: Spinat hatte doch nur zehn Prozent des ursprünglich angenommenen Eisengehalts. Das grüne Gemüse verlor sein Ansehen als Starkmacher.

Im Jahr 2008 verhalfen amerikanische Forscher dem Spinat bei Freizeitsportlern doch wieder zu Ruhm und Ehre: Sie fanden in ihm ein Pflanzenhormon , das den Muskelaufbau unterstützt. Popeye hatte also doch Recht!

„Große Mahlzeiten am Abend machen dick“

Wenn die Verdauung abends kurz vor dem Schlafengehen noch mit schwerem Essen gefüttert wird, muss sie eine extra Schicht einlegen. Das ist nicht gesund und stört den Schlaf. So weit so bekannt. Die Behauptung, dass die zugeführten Kalorien am Abend Dickmacher sind, ist aber falsch.

Übermäßiges Essen macht immer gleich dick, egal zu welcher Tageszeit es eingenommen wird. Das bestätigen auch amerikanische Wissenschaftler, die die Essgewohnheiten von 7000 Frauen und Männer über zehn Jahre beobachtet haben.

„Fett ist böse“

Der Körper braucht Fett. Nur geben ihm zu viele Menschen zu viel davon. Laut Empfehlungen des österreichischen Gesundheitsministeriums sollen 30 Prozent der täglich zugeführten Nahrungsenergie aus Fett stammen, zehn bis 15 Prozent aus Eiweiß und 50 bis 55 Prozent aus Kohlenhydraten.

„Muskelkrämpfe sind immer ein Zeichen von Magnesiummangel“

Muskelkrämpfe können viele Ursachen haben. Eine davon ist Magnesiummangel. Genauso können sie auch Durchblutungsstörungen, Nebenwirkungen von Medikamenten oder ein Zeichen von Überanstrengung sein. Was im jeweiligen Fall der tatsächliche Grund ist, können Sportärzte am besten feststellen.

„Vor dem Sport auf Vorrat trinken. Dann kann die Trinkflasche zuhause bleiben“

Prinzipiell gilt: Beim Sport sollte noch bevor der Durst kommt getrunken werden. Direkt vor dem Sport eine ganze Flasche Wasser zu trinken, um währenddessen genug „auf Vorrat“ zu haben, funktioniert aber nicht. Der Körper kann nicht alles auf einmal verarbeiten und scheidet überflüssige Mengen aus. Besser ist, kontinuierlich kleine Mengen zu trinken. Grobe Faustregel für Breitensportler: Pro Trainingsstunde zusätzlich zum normalen Tagesbedarf ein Liter.