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High-Tech zum Anziehen

11.01.2013

Ski-Textilien haben in den vergangenen Jahren eine große Entwicklung erlebt. Die Hersteller haben es geschafft, wärmende, atmungsaktive und wasserdichte Kleidung zu entwickeln, die trotz der vielen funktionellen Eigenschaften leicht und dünn ist.

Wärmen und wasserdicht sein, aber trotzdem atmungsaktiv bleiben. Das ist der große Spagat, den hochwertige Ski-Bekleidung zu meistern hat. Verantwortlich dafür sind funktionelle Außenstoffe. Sie haben eine sogenannte Membrane. Das ist ein hauchdünnes, leichtes Material mit feinen Poren. Anstatt der Membrane werden auch zwei Formen von Beschichtungen eingesetzt: PU-Beschichtung und eine mikroporöse Beschichtung. Je nach Anforderung an Wasserdichte und Atmungsaktivität entscheidet sich, ob eine Beschichtung oder Membrane verwendet wird. Beide Materialien machen den Stoff wasserfest, winddicht und atmungsaktiv.

Die „Wassersäule“ bestimmt, wie wasserdicht ein Kleidungsstück ist

Wie wasserdicht ein Kleidungsstück ist, gibt die „ Wassersäule“ an. Aber was bedeutet dieser Begriff eigentlich? Bei der Messung der Wasserdichte wird ein Stück des Textils unter ein Messrohr gelegt. Dieses wird mit Wasser befüllt. Die Höhe der Wassersäule hängt nun davon ab, wie hoch das Wasser im Rohr steigen kann, ohne durch das Gewebe zu dringen. Hochwertige Ski-Textilien haben mindestens 10.000 Millimeter Wassersäule. Damit auch wirklich kein Wasser ins Innere gelangt, sollten außen alle Nähte verschweißt sein.

Beim Anziehen die Zwiebel zum Vorbild nehmen

Von außen soll keine Flüssigkeit durch die Jacke zum Körper, in die andere Richtung soll das aber schon funktionieren. Schließlich muss Schweiß vom Körper wegtransportiert werden. Um das zu schaffen, ist es wichtig, unter der Oberbekleidung das Richtige anzuhaben. An einem Tag auf der Piste kleidet man sich deshalb am besten nach dem „Zwiebelschalen-Prinzip“. Jede Schicht soll den Schweiß zur nächstäußeren weiterleiten. Am besten besteht die innerste Schicht aus Funktionsunterwäsche, die mittlere aus Fleece oder einem Funktionsshirt und die äußere aus Skijacke und -hose.

Was gute Ski-Bekleidung sonst noch zu bieten hat

  • Ein Schneefang an der Jackeninnenseite und an den Hosenbeinen schützt davor, dass Schnee unter die äußerste Kleidungsschicht gelangt.
  • Ventilations-Reißverschlüsse unter den Armen geben die Möglichkeit zur Belüftung.
  • Praktisch für Skifahrer ist die Tickettasche für die Liftkarte am linken Unterarm.