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Die meisten Freizeitsportler vergessen auf die Tiefenmuskulatur

21.12.2012

Irrtümer und Vorurteile im Sport gibt es viele. Eines davon ist der Glaube, dass Muskeltraining immer ein monotoner Vorgang ist, bei dem das Hirn sich in den Standby-Modus begibt. Wer so denkt, sollte sich mal näher mit der Tiefenmuskulatur beschäftigen. Sie kann – mit klugem Training – Rückenschmerzen vorbeugen.

Es gibt Muskeln, die von außen sichtbar sind und mit den gängigen, bekannten Fitnessgeräten trainiert werden können. Das sind die Mobilisatoren. Sie lassen sich bewusst anspannen und geben uns Kraft für alle Bewegungsabläufe. Wenn von „ Muskeltraining“ gesprochen wird, meinen die meisten Menschen in Wirklichkeit nur das Training dieser Muskelart.

Die Tiefenmuskulatur hält uns den Rücken frei

Dann gibt es aber auch noch die Stabilisatoren. Diese unter der Oberfläche versteckten Muskeln verrichten im Verborgenen ihre Arbeit, die mindestens so wichtig ist, wie jene der Mobilisatoren: den Körper dauerhaft zu stabilisieren. Das klingt etwas theoretisch, hat aber ganz praktische Auswirkungen: Ist die auf dauerhafte Belastung spezialisierte Tiefenmuskulatur nicht richtig trainiert, müssen die großen oberflächlichen Muskeln ihre Arbeit übernehmen. Mit dieser Zusatzbelastung werden sie langfristig aber nicht fertig. Resultat: Rückenschmerzen, Verspannungen, Gelenkschmerzen.

Freizeitsportler sollten daher abseits des reinen Krafttrainings auch Übungen machen, die buchstäblich in die Tiefe gehen. Dazu gehört Pilates und Yoga. Auch mit Vibra-Training wird die Tiefenmuskulatur stimuliert. Mit gut trainierten Stabilisatoren kann der Körper ökonomischer arbeiten und seine Kraft gezielter einsetzen.

Fazit: Ein trainierter Körper besteht aus weit mehr als einem großen Bizeps oder „Sixpack“. Ziel des Trainings sollte immer sein, nicht nur gesund auszusehen, sondern es im Inneren auch zu sein.