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Eine Sportart klettert auf der Beliebtheitsskala ganz nach oben

07.08.2012

Warum wird Klettern als Sportart immer beliebter? Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Die plausibelste von allen: Die Vorliebe fürs Klettern ist im Menschen fest verankert. Schon als Kind kraxeln wir gern auf Bäume. Freizeitsportler aller Altersgruppen können den sportlichen Urinstinkt in den vielen Kletterhallen und -gärten im ganzen Land ausleben.

Klettern fordert viele körperliche Fähigkeiten: Kraft, Ausdauer, Geschicklichkeit – die Sportart punktet mit Abwechslung für den Körper. Auch mental loten Kletterer ihre Grenzen aus: Oft scheint das Ziel zum Greifen nah. Und doch liegt ein steiniger Weg vor dem Sportler. Das ist die Herausforderung. Hat einen die Faszination erst einmal gepackt, ist es schwer, davon wieder los zu kommen.

Zehn Fachbegriffe einfach erklärt
Wer sich zum ersten Mal mit der Sportart Klettern beschäftigt, bekommt viele Fachbegriffe zu hören. Hier eine kleine Übersicht:

Sicherungsformen

Toprope
Das Thema Sicherheit steht beim Klettern ganz an der Spitze. Beim „Toprope“-Klettern ist das Seil über dem Kletterer in einer Umlenkung eingehängt. Sein Partner sichert vom Boden aus. Der Kletterer kann sich zum Ausruhen jederzeit ins Seil hängen. Diese Sicherungsform wird besonders bei Einsteiger-Kletterkursen angewandt.

Vorstieg
Beim Vorstieg wird der Kletterer mit einem Seil von unten gesichert. Es ist die anspruchsvollste Sicherungsform, weil der Kletterer das Seil mit viel Kraftaufwand in die Zwischensicherungen einhängen muss. Bei einem Sturz fällt er in die letzte Zwischensicherung oder, wenn es noch keine gibt, auf den Boden.

Nachstieg
Die Seilsicherung ist wie bei „Toprope“ über dem Kletterer. Der Unterschied: Der sichernde Partner ist am Standplatz oberhalb des Kletterers.

Wettkampfdisziplinen

Lead
Bei Wettkämpfen im Lead-Klettern müssen die Sportler eine ihnen bisher unbekannte Route im Vorstieg bezwingen.

Bouldern
Bouldern ist das Klettern ohne Seil in Absprunghöhe.

Speed
Beim Speedklettern muss eine vorgegebene Route in möglichst kurzer Zeit geklettert werden. Zwei Sportler treten parallel gegeneinander an.

Kletterorte

Klettergarten
Das ist eine Kletteranlage an natürlichen Felswänden, Gebäuden oder in Steinbrüchen.

Kletterhalle
Das ist eine Halle mit künstlichen Kletterwänden, die normalerweise zwischen fünf und 20 Meter hoch sind. Kletterhallen tragen maßgeblich zur Beliebtheit des Sportkletterns bei, weil sie ein sicheres und wetterunabhängiges Sportvergnügen ermöglichen.

Seileigenschaften

Fangstoß
Das ist die maximale Kraft, die bei einem Sturz auf das Seil des Kletterers einwirkt.

Seildehnung
Es wird zwischen Gebrauchs- und Fangstoßdehnung unterschieden. Gebrauchsdehnung ist die Elastizität des Seils bei statischer Belastung, also beim Klettern selbst.
Die Fangstoßdehnung beschreibt die Dehnung des Seils bei einem Sturz. Beide Arten werden in Prozent der Seillänge gemessen.


Auch wenn Fachausdrücke, wie die eben genannten, für Laie schwierig zu merken sein mögen. Wer Klettern selbst ausprobiert oder sogar regelmäßig betreibt, kann sie sich schnell und einfach einprägen. Na dann – ab zur nächsten Kletterwand!