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Wenn Treppensteigen zum Extremsport wird

15.05.2012

Beim Treppensteigen kann man ganz schön ins Schwitzen kommen. Als richtigen Sport würde es aber kaum jemand bezeichnen. Für das klassische Stufengehen mag das zutreffen. Professionelle Treppenläufer vollbringen allerdings Höchstleistungen: In neuneinhalb Minuten an die Spitze des Empire State Buildings? Kein Problem!

Es sind 1576 Stufen, die zu bezwingen sind, wenn es vom Eingang des Empire State Buildings in New York hinauf zur Aussichtsplattform im 86. Stock geht. Klar, dass dieser Weg täglich von tausenden Menschen bewältigt wird – per Lift.

Jedes Jahr an einem Tag im Februar hat der Fahrstuhl aber Urlaub. Dann steht nämlich der „Empire State Building Run-Up“ auf dem Programm. Es ist das bekannteste aller Treppenlauf-Wettrennen und wird seit 1978 ausgetragen. Teilnehmer sind Sportler aus der ganzen Welt.

Die meisten Stufen aller Treppenläufe sind im höchsten Bürogebäude Österreichs zu bezwingen, dem Millennium-Tower in Wien. Der hat allerdings „nur“ 843 Stufen. Warum trotzdem mehr Stufen als bei allen anderen Treppenläufen weltweit zu bezwingen sind? Beim „Millennium Tower Run Up extreme“ wird das Stiegenhaus ganz einfach drei Mal hinaufgelaufen! Treppenwettläufe gibt es unter anderem auch im Sears Tower in Chicago, im Messeturm in Frankfurt am Main und im Taipei 101 in Taipeh (Taiwan).

Auch zwei österreichische Sportler zählen zu den besten Treppenläufern der Welt: Rudolf Reitberger gewann 2004 den Empire State Building Run-Up. Andrea Mayr entschied die Damen-Wertung gleich drei Mal für sich: 2004, 2005 und 2006.

Trotzdem müssen wir uns in dieser Sportart den deutschen Nachbarn geschlagen geben: Seit 2006 hat Thomas Dold den prestigeträchtigsten Treppenlauf der Welt in New York sieben Mal in Folge gewonnen!


Der Aufzug des Empire State Buildings ist für professionelle Treppenläufer tabu.
Foto: Carl-Ernst Stahnke/pixelio.de

Foto: Michael Slonecker