Wie bereitet man sich auf eine Skitour vor?
16.12.2011
Skitourengehen ist eine jener sportlichen Betätigungen, bei der man der Natur ganz nahe kommt. Frische Luft, Ruhe, glitzernde Schneefelder, scheue Rehe. So etwas hebt das körperliche und geistige Wohlgefühl.
Aber ohne die richtige Vorbereitung birgt eine Skitour auch
Risiken, und das betrifft nicht nur die unmittelbaren Gefahren im
alpinen Gelände. Das Allerwichtigste für Anfänger: Am Anfang nur
mit einem Berg- oder Skiführer hinausgehen und bei seinen
Anweisungen aufmerksam zuhören.
Der Ausgangspunkt für eine gelungene Skitour ist aber die nötige
Kondition. Sowohl Kraft als auch Ausdauer gehören dafür
trainiert. Spätestens im Herbst sollte man zumindest zwei Mal
wöchentlich Laufen, Radfahren oder auf einem Cardio-Gerät.
Ist man fit genug, sollte man sich am besten in einen
Skitourenkurs (z. B. bei alpinen Vereinen) einschreiben. Dort
lernt man die richtige Technik fürs Aufsteigen und Abfahren und
vor allem, wie man mit der Sicherheitsausrüstung umgeht.
Ohne Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS oder Lawinenpiepserl),
Schaufel und Sonde sollte man markierte Pisten gar nicht
verlassen. Die Verwendung eines LVS-Geräts muss unbedingt
ausgiebig trainiert werden. Denn nur wer sein Gerät wie "im
Schlaf" beherrscht, reagiert in einer Stresssituation rasch und
zielorientiert – nur dann ist man in der Lage, Leben zu retten.
Wichtig ist, dass das Gerät immer EINGESCHALTET am Körper
getragen wird – unabhängig von der herrschenden Lawinenwarnstufe.
Ein Muss ist auch die Funktionsüberprüfung vor Beginn einer
Tour. Dabei werden alle Geräte einer Gruppe einzeln getestet.
Die Sonde ist zur Punktortung und die Schaufel zum Ausgraben
eines Verschütteten lebenswichtig! Wobei bei der Schaufel
insbesondere auf die Qualität des Schaufelblattes geachtet werden
soll – denn Lawinenschnee kann hart wie Beton sein. Eine gute
Aluschaufel leistet hier Beachtliches.
