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Wie Hobby-Mountainbiker ihr Fahrkönnen in drei Tagen verbessern

14.10.2011

„So, das war jetzt die Basisübung. Jetzt machen wir etwas für alle, die sich’s zutrauen.“ Die Mountainbike-Experten Bernhard Schimpl und Max Schuster haben bei den Genesis-Camps in Weyregg am Attersee für Teilnehmer jedes Leistungsniveaus die passende Übung parat. Der Intersport-Blog hat ein Wochenende mit trainiert.

„ Beim Mountainbiken ist vieles Kopfsache“, sagt Max Schuster. Der Downhill-Mountainbiker hat heuer in Kransjka Gora (Slowenien) zum zweiten Mal den Europameistertitel in der Altersklasse „Men 50-54“ gewonnen. Seine Erfahrung aus dem Rennsport gibt er bei den Genesis Bike-Camps in Weyregg am Attersee während dreitägiger Camps an interessierte Hobby-Mountainbiker weiter.

Dieses Mal umfasst die Gruppe zehn Oberösterreicher. Unterschiedliche Persönlichkeiten – vom Mitte 20-jährigen Rookie bis zur begeisterten Expertin Anfang 60 – eint das gemeinsame Hobby Radfahren. Der Ehrgeiz, an diesem Wochenende die Fahrtechnik im Gelände zu verbessern, schweißt ebenso zusammen.

Tag 1: Übungen unter Experten-Aufsicht
Es ist Freitag, 15 Uhr, als wir beim Waldgasthof Födinger mit unseren Mountainbikes Richtung Wald aufbrechen. Auf dem Programm stehen Koordinationsübungen. Bevor sie die Teilnehmer selbst versuchen, zeigen Max Schuster und Sportwissenschaftler Bernhard Schimpl die Aufgaben einzeln vor.

Dann ist die Gruppe an der Reihe. Ganz nach dem Prinzip „ Trial and Error“ wird geübt und getüftelt bis die Übung schließlich gelingt. Für jeden Teilnehmer gibt’s Feedback vom Profi. Das reicht von: „Super! Mehr brauch ich dazu nicht sagen“ bis „So geht das nicht. Bitte nochmal“, beides begleitet von einem verschmitzten Lächeln des Downhill-Masters Schuster. Immer wieder schnappt er sich einen Teilnehmer und geht mit ihm die Übung im Detail durch.

Tag 2: Der Parcours
Am Samstag startet die Gruppe um 9.30 Uhr wieder Richtung Wald. Diesmal geht’s in den eigens für die Genesis Bike-Camps errichteten Parcours. Hier gibt’s steile Waldwege mit Wurzeln, bis zu einem halben Meter hohe Stufen, Schotterpassagen, eine Brücke und enge Kurven. Abschnitt für Abschnitt trainieren Schuster, Schimpl und der heute zum Coach-Team gehörende Bike-Experte und Intersport-Händler Michael Asen mit den Teilnehmern.

Mittlerweile kennen auch die Ungeübten ihre Stärken und Schwächen. Der Satz „Ich will es noch mal probieren“, geistert am Vormittag mehrfach durch den Wald, bevor sich die Gruppe zum nächsten Teil des Parcours weiterbewegt. Am Nachmittag wird die Gruppe aufgeteilt. Es kann zwischen einer kleinen Ausfahrt mit Anwenden des Gelernten oder weiteren Übungseinheiten im Parcours gewählt werden.

Am Abend tauscht sich die Gruppe über ihre Erfahrungen aus. Der Profi-Fotograf, der unseren Tagesablauf für das Sportmagazin toptimes bildlich dokumentiert hat, ist begeistert: „Als Beobachter merkt man, wie unglaublich schnell die Teilnehmer Fortschritte machen.“

Tag 3: Die Ausfahrt
Der Sonntag ist für die meisten Teilnehmer der Höhepunkt des Wochenendes. Es geht zur großen Ausfahrt ins Gelände. Vieles, was wir in den vergangenen Tagen gelernt haben, werden wir heute in der freien Natur anwenden können. Gemeinsam mit uns auf Tour begibt sich Wolfgang Krenn. Der 24-jährige Profi hat heuer die Extremdistanz der Salzkammergut Trophy gewonnen (211,3 Kilometer, 7049 Höhenmeter).

Schwierige Abfahrten zeigt Krenn uns vor und verblüfft mit der hohen Geschwindigkeit, die er den Berg hinab radelt ohne auch nur bei einem einzigen Hindernis in Verlegenheit zu kommen. Wir lernen, die Bremse bei der Abfahrt dosiert und gezielt einzusetzen. Denn auch zu langsames Fahren kann bei Wurzeln zum Stolperstein werden. Und spätestens seit Freitag wissen wir: Beim Mountainbiken ist vieles Kopfsache. Das bedeutet auch, in den richtigen Situationen die Bremse ziehen oder loslassen zu können.

Genesis Bike-Camps: Kommenden Frühling geht’s weiter
Wer einmal selbst bei einem Genesis Bike-Camp dabei sein möchte, hat ab Frühling 2012 wieder die Gelegenheit dazu. Die ersten Termine starten im April. Informationen dazu gibt’s rechtzeitig im Intersport-Blog.


Bildergalerie Wachaumarathon 2011

Fotos: Thomas Polzer/Magazin Toptimes