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Was ist Slacklinen und welche Ausrüstung ist dazu nötig?

18.07.2015

Die Beziehung zwischen Slacklinen und Seiltanzen ist ein bisschen wie zwischen klassischem Rollschuhfahren und Inlineskaten. Es ist relativ ähnlich, aber nicht das Gleiche. Das Seiltanzen ist eine traditionelle Zirkusattraktion, Slacklinen ist eine Bewegungsform, die sich aus dem Klettersport entwickelt hat.

„Erfunden“ wurde Slacklinen vor etwa 30 Jahren von Kletterern in den USA, die auf diese Weise Balanceübungen durchführten. Was sich hinter dem Begriff Slackline versteckt, lässt sich schon bei der wörtlichen Übersetzung erahnen: schlaffes Band. Denn Slackliner bewegen sich auf speziellen textilen Bändern, die mehr oder weniger stark schwingen – generell gilt: Je länger die zu überwindende Strecke, desto straffer sollte das Band gespannt sein.

Musste man sich früher die gesamte Ausrüstung für Slacklinen selbst basteln, so gibt es heute komplette Sets zu kaufen. Üblicherweise besteht ein solches aus einem Band, das zwischen 25 und 50 mm breit sowie in verschiedenen Stärken erhältlich ist, und aus einem Spannelement mit Sicherung. Dadurch ist diese trendige Sportart für jedermann und fast überall durchführbar – es genügen zwei Fixpunkte, z.B. Bäume, Felsen oder Geländer. Bei Bäumen sollte man darauf achten, dass das Band nicht direkt auf der Rinde scheuert und so den Baum zu stark belastet – ein Teppichrest oder ein spezieller Baumbandschutz sorgt für Abhilfe.

Beim Slacklinen werden durch das Schwingen des Bandes Gleichgewicht und Koordination in hohem Maße trainiert. Zudem ist es auch ein gutes Herz-Kreislauf-Training, weil besonders jene Anteile der Muskulatur beansprucht werden, die einen hohen Sauerstoffbedarf haben. Über alledem steht aber auf jeden Fall der Spaß – und das ist besonders für Kinder und Jugendliche begeisternd!